Autor: S. Kent Parks and John Scott
Datum: 05.07.2010
Category: Welt-Glaubensgruppen
Anmerkung der Redaktion: Dieser Vorabbericht zu Kapstadt 2010 wurde von S. Kent Parks(1) und John Scott geschrieben und stellt eine Übersicht dar zum Thema „Vermisste Menschen: Das unversorgte „Viertel“ der Welt“, welches bei der Multiplex-Sitzung diskutiert wird. Stellungnahmen zu diesem Bericht durch die Lausanner globalen Gespräche werden an die Autoren und andere Personen weitergeleitet und sollen dabei helfen, die endgültige Präsentation beim Kongress festzulegen.
VERLORENE SCHAFE, VERLORENE MÜNZEN, VERLORENE MENSCHEN
Eines Tages saßen die Begleiter Jesu, die Steuereinnehmer und Sünder, um ihn herum und hörten ihm zu: „Nehmen wir an, einer von euch hat hundert Schafe und verliert eines von ihnen... oder nehmen wir an, eine Frau hat zehn Silbermünzen und verliert eine davon...“ (Lukas 15). Diese Leute haben keine Mühe, Jesus zu verstehen. Sie wissen, was es heißt, verloren zu sein.
Jahre später, in einer überwältigenden Vision auf der Insel Patmos, sieht der Apostel Johannes ein Lamm, das aussieht, als ob es geschlachtet wäre, und es steht im Zentrum des Thrones im Himmel. Spontan bricht Anbetung aus: „Du bist geschlachtet worden und hast für Gott mit deinem Blut Menschen erkauft aus allen Stämmen und Zungen und Völkern und Nationen“ (Offenbarung 5).
Der Preis des Blutes ist bezahlt und in der himmlischen Vision empfängt Jesus die Anbetung, die ihm gehört. Die Arbeit ist bereits getan. Ist sie das?
Wie wollte Jesus, dass alle diese verlorenen Menschen aus jedem Stamm, jeder Sprache, jedem Volk und jeder Nation entdecken sollen, dass er den Preis für sie bereits bezahlt hat? In seinen Geschichten über das verlorene Schaf und die verlorene Münze erklärt uns Jesus: Das Natürlichste, was man tut, wenn etwas verloren ist: man geht hin und sucht es. Selbst wenn es bedeutet, wie im Fall der Schafe, dass man neunundneunzig zurücklassen muss, um das verlorene zu finden. Jesus sagt sogar, dass der Hirte „sich mehr freut über dieses eine als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt hatten“ (Matthäus 18,13). Haben wir diese Wahrheit wirklich begriffen?
Die Vielfalt der Menschen rund um den himmlischen Thron in Offenbarung 5 veranlasst uns zu fragen:
Wenn die Gemeinde die Prioritäten Jesu für die verlorenen und an den Rand gedrängten ignoriert, so ignoriert sie beinahe zwei Milliarden Menschen. Wer ist dieses vergessene Viertel der Weltbevölkerung?
VERSTECKTE MENSCHEN – DAS VERGESSENE VIERTEL
Beim historischen Lausanner Kongress 1974 erschütterte Ralph Winter die evangelikale Welt, indem er die Notlage der „versteckten Menschen” zur Sprache brachte:
Unsere Freude darüber, dass jedes Land der Welt erreicht wurde, ließ viele glauben, dass jede Kultur erreicht wurde. Dieses Missverständnis ist eine solch weit verbreitete Krankheit, dass sie einen speziellen Namen verdient. Geben wir ihr den Namen „Menschen-Blindheit“ – d.h. Blind sein für die Existenz abgeschotteter Menschen innerhalb von Ländern. (2)
Diese „abgeschotteten Menschen” sind zumeist Muslime, Hindus und Buddhisten und schließen eine erhebliche Anzahl städtischer Bevölkerungen ein. Sie wurden als unerreichte Menschengruppen, als am wenigsten evangelisierte und am wenigsten erreichte Menschen beschrieben und, was wahrscheinlich die zutreffendste und beunruhigendste Bezeichnung ist, als ignorierte Menschen. Dr. Winter und andere nach ihm haben versucht, eine globale Bewegung in der Gemeinde für diese Menschen zu entwickeln. Doch trotz aller Berichte, Diskussionen und Konferenzen ist heute, 36 Jahre später, dieses vergessene Viertel ohne Zugang zum Evangelium und besteht noch immer aus über 28% der Weltbevölkerung(3) und 41% der Menschen in der Welt sind Mitglieder einer Volksgruppe ohne eine einzige existenzfähige Gemeinde.(4)
Um eine Vorstellung zu bekommen: Bill Gates hatte gerade die Schule beendet und wollte in der Harvard Universität anfangen zu studieren, als Dr. Winter am ersten Lausanner Kongress 1974 diese Rede hielt. Im gleichen Jahr erschien das erste Werbeinserat für einen Personal Computer mit 1K programmierbarer Speichervorrichtung für 565 US Dollar. Heute gibt es wahrscheinlich 2 Milliarden Computer, die an den entlegendsten Orten funktionieren, mit mindestens einer Million Mal mehr Speicherkapazität, als dieser erste Computer. Wer hätte sich 1974 eine solch atemberaubende Veränderung vorstellen können?
Was ist der Grund, warum wir keine ähnlich dramatische Veränderung unter den vermissten Menschen während dieser Zeit gesehen haben? Was ist geschehen? Oder noch wichtiger, was ist nicht geschehen? Und warum ist es nicht geschehen?
HERAUSFORDERUNGEN
Leider müssen wir zugeben, dass die Hauptgründe für diese Vernachlässigung innerhalb unserer globalen christlichen Gemeinschaft liegen: Wir verwenden die meiste Zeit und fast alle unsere Mittel für uns selbst und leiden noch immer an „Menschen-Blindheit”. Unsere Prioritäten liegen anderswo, und wir sind verstrickt in theologische Kämpfe untereinander. Hinzu kommt, dass ein hoher persönlicher Preis für den Dienst an diesen Menschen zu bezahlen ist, denn kulturelle, sprachliche, soziologische und religiöse Barrieren müssen überschritten werden. Und viele dieser Menschen sind geografisch weit entfernt. Als Erstes wollen wir uns auf diese und andere äußere Herausforderungen konzentrieren.
Äußere Herausforderungen
Mündlichkeit/Lese- und Schreibfähigkeit: Über eine Milliarde Erwachsener in der Welt ziehen es vor, durch mündliche Mittel zu lernen. Viele haben gar keine andere Wahl. Sie sind weiterhin isoliert vom Evangelium, nicht wegen ihrer Unkenntnis, sondern weil die Gemeinde nach wie vor auf das geschriebene Wort insistiert, bei der Evangelisation und bei dem Menschen zu Jüngern machen.
Bibelarmut: Während die Gemeinde sich weiterhin auf das Erreichen von Mehrheitsbevölkerungen ausrichtet, die ihr ähnlich sind, müssen viele Volksgruppen noch von der Guten Nachricht von Jesus Christus in ihrer Sprache hören. Sprache ist nicht nur eine Sache des Verstehens – die Identität vieler Menschengruppen ist in ihre Sprache eingebunden. Und dort, wo Übersetzungen in verschiedenen Formaten existieren, ist die Verteilung unzureichend, besonders ausserhalb des globalen Nordens.
Kultur/Gesellschaft: Der Widerstand gegen äußere Einflüsse hilft Kulturen, sich vor dem Eindringen nutzloser Dinge zu schützen, doch er verhindert auch, dass die freisetzende Wahrheit des Evangeliums Zugang findet. Außerdem gelingt es wohlmeinenden, aber schlecht ausgebildeten interkulturellen Botschaftern manchmal, ihren Zuhörern das Evangelium gemäss ihrer Methoden und Ansichten einzuimpfen. Was als Widerstand gegen das Evangelium und als Ablehnung Jesu erscheint, könnte einfach eine Reaktion auf die Art unserer Annäherung sein.
Wir als Gemeinden sind oft blind gegenüber unseren eigenen Fehlern und Ungerechtigkeiten, und sehen statt dessen nur die Unzulänglichkeiten anderer uns nahe stehender Kulturen. Wir wollen oft gar keine kulturellen Barrieren überschreiten, weil wir so an unsere eigene Kultur angepasst sind, oder wir haben Vorurteile gegenüber Gemeinschaften, die anders sind als wir.
Politische Isolation: Viele Regierungen beschneiden oder verbieten Evangelisation unter ihren Einwohnern und verfolgen die Gläubigen im Land. In einem Land im Nahen Osten wird jedem eine Belohnung angeboten, der eine Gebetsgruppe bloßstellt. Mitarbeiter kommen oftmals gar nicht in die Nähe von Menschen, denen sie dienen möchten.
Religiöse Isolation: Einzelne religiöse Obrigkeiten oder religiöse Gemeinschaften unternehmen alles, um ihre Mitglieder davon abzuhalten, mit Christen und ihrer Botschaft in Kontakt zu kommen. Somalische Suchende schweben jedes Mal in Lebensgefahr, wenn sie christliche Radiosendungen hören.
Geografische Isolation: Viele Gruppen, wie die Tibeter oder Nomaden, leben in weit entfernten Orten und haben kaum Kontakt zur Außenwelt. Dies macht es schwierig, interkulturelle Missionare auszusenden und sie zu unterstützen. Auch natürliche Gegebenheiten, wie das Klima, halten Missionare oft davon ab, für längere Zeit in einem bestimmten Gebiet zu leben.
Weil das Denken der Gemeinde sich normalerweise auf stationäre Einrichtungen und Programme ausrichtet, stellen Menschen, die als Nomaden leben, eine besondere Herausforderung dar. Wie ein somalischer Kameltreiber sagte: „Wenn Sie Ihre Gemeinde nicht auf den Rücken meines Kamels laden können, dann denke ich, dass das Christentum nicht für uns gedacht ist.“
Verfolgung und Terrorismus: Terrorismus und religiöser Fundamentalismus stellen massive Herausforderungen dar für die Verbreitung des Evangeliums. Jedes Jahr sterben mehr als 165.000 Gläubige durch Verfolgung (500 pro Tag). Während manche Christen angesichts solcher Verfolgungen trotzdem treu dem Ruf des Herrn folgen, überwiegt bei anderen die Angst, und sie ziehen sich zurück.
Soziale Isolation: Das Kastensystem in Südasien ist ein Beispiel dafür. Auch wirtschaftliche Armut ist ein zweischneidiges Schwert: Die Nöte der Menschen können überwältigend sein und die extremen Lebensumstände sind eine persönliche Herausforderung für christliche Mitarbeiter.
Migration: Heutzutage sind über 30 Million politische Flüchtlinge (soviel wie die Gesamtbevölkerung von Uganda oder Peru) innerhalb ihres eigenen Landes verdrängt worden und über 100 Millionen sind in andere Länder geflohen. Wirtschaftsflüchtlinge gehen ebenfalls in die Millionen.
Herausforderungen innerhalb des Leibes Christi
Zusätzlich zu diesen äußeren und den bereits erwähnten internen Herausforderungen wie „Menschen-Blindheit”, „mangelnde Priorität gegenüber vermissten Menschen” und „der hohe persönliche Preis dieses Dienstes” bestehen noch andere beträchtliche Hindernisse:
Missbrauch von Gottes Ressourcen: Christen geben noch immer nur 1% ihres Geldes für die christliche Sache aus. 95% davon gehen an die Gemeinde. Weniger als 1% wird eingesetzt, um die 28% der Welt zu erreichen, die keinen Zugang zum Evangelium haben. 90% der Missionare arbeiten innerhalb der 33% der Welt, die vorgibt, christlich zu sein. Nur 2-4% christlicher interkultureller Zeugen dienen diesen vermissten 28%.
Bewusstsein wird mit Fortschritt verwechselt: Indem die weltweite Gemeinde zunehmend vertrauter wurde mit unerreichten Menschen, dem „10-40-Fenster”, „Welt A” und datumsorientierten Netzwerken wie die AD 2000-Bewegung, haben viele fälschlicherweise angenommen, die Bedürfnisse dieser Menschen seien bereits gestillt. Andere glauben, die Zahlen seien übertrieben – so viele vermisste Menschen könne es gar nicht geben. Wiederum andere hatten einfach genug von diesem Thema und möchten lieber zu etwas übergehen, das angeblich wichtiger ist.
Ein Missverständnis von “Ethne”
Jesus beauftragt uns, alle ethne zu Jüngern zu machen. Die Vorstellungen, die Menschen über ethne haben, beeinflussen ihre Ansichten über Menschengruppen, und so fing man an, alle möglichen Arten von Gesellschaftsschichten neu als „Menschengruppen“ zu definieren. Plötzlich wurden junge Leute, Behinderte, Prostituierte oder Taxifahrer in bestimmten Städten (welche tatsächlich Teile oder eine Schicht der Bevölkerung sind) als „Menschengruppen“ definiert. Doch diese Definition ist keine ethne. Ein besseres Verständnis des Begriffs ethne führt zu einer ethno-linguistischen/ethno-kulturellen Menschengruppe, welche die verschiedenen Schichten wie Jugend, städtisch, ländlich, reich, arm, behindert etc. einschließt.
„Christliche” Kultur im Gegensatz zu Evangeliumswahrheit
In vielen Berichten wurde bereits darauf hingewiesen, dass verlorene Menschen das Drumherum des Evangeliums ablehnen, jedoch nicht Jesus Christus. Jesus ist in unseren kulturellen und theologischen Verpackungen (einschließlich Materialismus, Pharisäertum, Denominationalismus etc.) so versteckt, dass sie gar keine Gelegenheit haben, das eigentliche Evangelium zu hören. Wenn es um das Erreichen der Unerreichten geht, ist eine der größten Herausforderungen beim Übermitteln des Evangeliums und dem Versuch, Menschen zu Nachfolgern Jesu zu machen, die, unser ethnisches und christlich-kulturelles Gepäck abzuwerfen und uns nur auf die biblisch erforderliche Wahrheit zu konzentrieren.
Theologische Streitereien untereinander: In den christlichen Gemeinschaften führten unterschiedliche Ansichten über Evangelismus und Eschatologie zu Missverständnissen und Spaltungen, wobei diese verlorene Energie besser in den Dienst eingebracht werden sollte. Die meisten missionarischen Akteure stimmen zu, dass das „Wort” und die „Werke” Hand in Hand gehen müssen.(5) Doch in Abwesenheit eines Dialogs, der zu einem gemeinsamen Verständnis hätte führen können, haben diese unterschiedlichen Ansichten, wie denn die Praxis aussehen sollte, nutzlose Karikaturen(6) von seiten aller Gesprächspartner hervorgebracht.
Was bedeutet es, von der Guten Nachricht Zeugnis zu geben? Denjenigen, die sich auf die Dringlichkeit einer verbalen Rettungsbotschaft konzentrieren, wird oft nachgesagt, sie würden ein allzu einfaches und verkürztes Evangelium verkünden. Und denjenigen, die ihr Hauptaugenmerk auf Gerechtigkeit und soziale Erneuerung legen, wird vorgeworfen, die Hauptaufgabe zu beeinträchtigen, die Jesus seinen Nachfolgern gab, nämlich die Verkündigung der Botschaft der persönlichen Errettung.
Verschiedene Ansichten über Eschatologie sind im gleichen Stil gehalten. Manche erklären Matthäus 24,14 als Rahmenbedingung für den Aufbau einer Theologie und Missionsstrategie: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt gepredigt werden, zum Zeugnis allen Völkern, und dann wird das Ende kommen.“ Ihre grundsätzliche Frage ist: Was können wir tun, um die Welt so rasch als möglich zu evangelisieren und die Rückkehr des Herrn zu beschleunigen? Andere misstrauen der angeblichen Oberflächlichkeit der Theologie und des Dienstes und stellen die Ansicht in Frage, dass wir die Rückkehr des Herrn durch unsere Werke beeinflussen können. Sie haben Bedenken, ob die großen Strategien der Weltevangelisation vom Heiligen Geist oder eher von einem unternehmerischen Geist geleitet werden. Manche können sich nicht vorstellen, einen Dienst ohne das Korrektiv der theologischen Reflektion und Kontextualisierung zu tun, während sich andere fragen, ob all diese Theorie sich jemals in der Praxis zeigen wird.
EIN WEG NACH VORNE
Es ist natürlich unzureichend, wenn sich Dringlichkeit nur auf die Zeit bezieht und Evangelismus auf die verbale Verkündigung begrenzt ist. Ebenfalls reicht es nicht, wenn sich Dringlichkeit nur auf Dinge der Gerechtigkeit und soziale Belange bezieht und Evangelismus sich auf Taten bezieht. Doch es gibt einen Weg nach vorne, der eine sinnvolle Synthese anbietet und auf die folgenden Überzeugungen aufgebaut ist:
Matthäus 24,14 legt dar, was Gott tun wird und was geschieht, wenn der Leib Christi gehorsam ist. Gott hält Ausschau nach Menschen, die mit ihm an der Front stehen, während er diese Aussage erfüllt. Doch die Erfüllung kann sich durch unseren Ungehorsam verzögern. Israel erlebte dies mit den 10 Spionen und der 40-jährigen Verzögerung, verursacht durch ihren Ungehorsam aufgrund von Ängstlichkeit und Rebellion.
Deshalb ist gehorsame Jüngerschaft unabdingbar. Wenn keine sich reproduzierende Gemeinden von gehorsamen Nachfolgern Jesu entstehen, sind unsere Anstrengungen nicht nur ungenügend, sondern falsch. Jesus hat uns beauftragt, aus Völkern (ethne) Jünger zu machen, nicht dazu, Clubs zu gründen, die sich jeden Sonntag treffen.
Während dieser Jüngerschaftsprozess immer teuer ist und ein ganzes Leben dauert, bis er voll entwickelt ist, kann der Beginn einer echten Veränderung sehr rasch geschehen. Gegenwärtig gibt es in China, Südasien und Afrika Bewegungen, die schnell, tief und grundlegend verändernd sind. (Siehe unten).
Der Geist ruft uns, ihm auf eine Makroebene zu folgen, selbst wenn jeder von uns lokal dient. Gott ist ein Gott der Ordnung, und er ist in der Lage, bei der Mikro- und Makroplanung zu führen. Doch sind alle Pläne sinnlos, wenn sie nicht vom Heiligen Geist inspiriert sind.
Am Wichtigsten ist jedoch die Tatsache, dass das vergessene Viertel die Freude verpasst, Jesus zu kennen und zu lieben. Und jeder einzelne weitere Tag muss in uns ein Bewusstsein der Dringlichkeit hervorrufen. Unser Gefühl der Dringlichkeit kommt daher, dass wir Jesus so sehr lieben, dass wir Ihn jeder Menschengruppe so rasch und erfüllend wie möglich bringen wollen, damit die Menschen Zugang zu einem Leben der Fülle in Jesus haben, und ihrem kraftlosen, sinnlosen Leben entfliehen können, hier und in der Ewigkeit (Epheser 4,19ff).
Lektionen, die gelernt werden sollen
Die Herausforderung, die vermissten Menschen zu erreichen, ist enorm. Aber sie hat manche dazu geführt, ihre Einstellung radikal zu überdenken und fieberhaft für Durchbrüche zu beten, die zu einer Jüngerschaft führen, die tief und verändernd ist und die ganze Gemeinschaft umfasst. Einige der Lektionen, die von den neuen Dienstansätzen gelernt werden können, sind widersinnig und widersetzen sich den konventionellen missiologischen Weisheiten: (7)
1.Diejenigen, die anfänglich wie die falschen Personen aussehen, können genau die richtigen sein.
2.Vertraue darauf, dass die Bibel redet (selbst unter Menschen, die keinen biblischen Hintergrund haben)
3.Vertraue gewöhnlichen Menschen, außergewöhnliche Dinge zu tun.
4. Erwarte Vermehrung durch Multiplikation, nicht durch Hinzufügung
5. Erwarte die besten Resultate an den schwierigsten Orten
Wenn wir diese Lektionen berücksichtigen, könnte uns dies als Beauftragte des globalen Leibes Christi dazu befähigen, den Dienst unter den vermissten Menschen der Welt wirksam zu beschleunigen. Wenn wir unser eigenes Umfeld anschauen: Welche dieser widersinnigen Lektionen könnten wir in unseren jetzigen Dienstbereich übertragen und anwenden?
Transformierende Veränderungen hin zu Christus
Dort, wo diese Lektionen praktiziert werden, geschehen erstaunliche Dinge unter den am wenigsten erreichten Menschen, besonders in China, Südasien und Afrika. Gott lässt Gruppen entstehen, die Christus gegenüber gehorsam sind und sich vermehren, und die ihre Communitys verändern, unbelastet von Programmen, Gebäuden oder administrativen Belangen. In den letzten Jahren sind über 100 solcher Bewegungen entstanden.
Diese auf Christus ausgerichteten Bewegungen, die auch transformierende Gemeindegründungs-Bewegungen (transformational Church Planting Movements (CPMs)) genannt werden, beinhalten alle Aspekte des Evangeliums: allumfassende soziale Veränderungen, mündliches Teilen des Evangeliums, gehorsame Jüngerschaft, Wunder, Anbetung und mehr. Zum Beispiel haben in Teilen von Lateinamerika Zellgruppen begonnen, Menschen im medizinischen und sozialen Bereich zu helfen wie auch bei der Ausbildung zu unterstützen, dort, wo die Regierung nichts unternommen hat (Jenkins, The Next Christendom).
Die Kennzeichen solcher Bewegungen sind Reproduzierfähigkeit, synergistische Vernetzung von Diensten sowie Opfer und Schwierigkeiten (siehe Garrison, Gemeindegründungs-Bewegungen) (Church Planting Movements). Wenn interkulturelle Zeugen einer Gruppe beitreten und die Menschen darauf reagieren, gehen neue Versammlungen von Nachfolgern daraus hervor, die sich meistens in ihren Häusern treffen. In diesen Versammlungen wird gelehrt, der Bibel gehorsam zu sein, neue Versammlungen zu starten und in der eigenen Community und darüber hinaus zu dienen. Nachfolger werden geschult, Leiter der Versammlungen in der Community zu sein und sofort andere Leiter zu schulen, die wiederum andere Leiter schulen. Die nachfolgend aufgelisteten Artikel informieren über die Merkmale der transformierenden Gemeindegründungs-Bewegungen, die in einer reichen Vielfalt verschiedener Kontexte aus der ganzen Welt dokumentiert wurden:
• „Definition der Gemeindegründungs-Bewegung” („Church planting movements defined”)
• „Welt A, B & C” („World A, B & C”)
• „Gemeindegründungs-Bewegungen: 10 universelle, 10 allgemeine Elemente, 7 Killers“ („Church planting movements: 10 universals, 10 common elements, 7 killers”)
• „Gemeindegründungs-Bewegungen damals und heute“ („Church planting movements then and now”)
Was Gott in der hinduistischen Welt tut (2622 vermisste Menschen, 987 Millionen Einzelpersonen(8))
Nepal: Der starke Durchbruch in Nepal, der auch die Trennung der Kasten im Land überwindet, ist eines der erstaunlichen Werke Gottes. 1950 gab es keine Gläubige, soweit bekannt. Die erste Gemeinde wurde 1959 gegründet mit 29 Gläubigen (9). 1970 gab es geschätzte 7,400 Christen(10), 1985 waren es ungefähr 50,000 Gläubige. 1990, beim Höhepunkt der Verfolgung, waren es 200,000(11), 574,000 im Jahr 2000 und 904,000 im Jahr 2010. (12)
Indien: Dieses Land war geschichtlich gesehen als “missionarischer Friedhof” bekannt. Vor über 20 Jahren begann eine Gemeindegründungs-Bewegung in der Bhojpuri-Sprachgegend, die sich auf über 80,000 neue Gemeinden vergrößert hat, mit über 4 Millionen getauften und Christus hingegebenen Christen. (13)
Madhya Pradesh Staat in Indien: Innerhalb sieben Jahren brachte eine Gemeindegründungs-Bewegung 4’000 Gemeinden hervor. (14)
Was Gott in der buddhistischen Welt tut (575 vermisste Menschen, 617 Millionen Einzelpersonen) (15)
Mongolei: 1989 gab es vier buddhistische Gläubige. In den 1990er Jahren brachte eine Gemeindegründungs-Bewegung in der Äußeren Mongolei mehr als 10,000 Nachfolger Jesu hervor und eine anschließende Bewegung in der Inneren Mongolei resultierte in über 50,000 neuen Gläubigen.(16)
Thailand: In Zentral-Thailand begann ein Mitarbeiter ein Community-Entwicklungsprojekt und fing danach ganz bewusst an, Gemeinden zu gründen. Dies führte zum Beginn einer Veränderung in der lokalen Community.
Was Gott in China tut
1949 gab es etwa 1.5 Millionen Protestanten in China. Heute sind es über 100 Millionen Christen(17), deren Anzahl gewachsen ist, indem sie Opfer gebracht haben und ihren Glauben, das Gebet und die Anbetung trotz Verfolgung an andere weitergegeben haben.
Was Gott in Afrika tut (21)
Was Gott in der muslimischen Welt tut (3354 vermisste Menschen, 1.46 Milliarden Einzelpersonen.(22)
Türkei: 1960 waren 10 Gläubige bekannt. Im Jahr 2000 waren es geschätzte 2,000. 2010 nennt die Christliche Weltdatenbank die Zahl von 14,000 Gläubigen.(23) Obwohl viele eine Öffnung sehen, wird es noch ein weiter Weg sein.
Bangladesch: Zwischen 1998 bis 2003 brachte die Isa Jamaat-Bewegung über 250,000 Gläubige mit muslimischem Hintergrund hervor, die in geschätzten 8,000 eingebundenen Gemeinden anbeten. (24)
Die Arabische Halbinsel: Seit dem Beginn der Bemühungen Samuel Zwemers 1890, gab es in diesem Gebiet nur einen langsamen Fortschritt. Gebete seit 1990, speziell für diese Region, resultierten in einigen Anfängen. Trotz aller Herausforderungen gibt es heute geschätzte 74,000+ Gläubige auf der Arabischen Halbinsel.(25)
DIE GEISTLICHE UNGERECHTIGKEIT BEENDEN
Obwohl diese Geschichten ermutigend sind, hat aber noch immer mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung keine Gelegenheit, die Botschaft der Liebe Gottes zu hören oder zu sehen, wie sie gelebt wird. Können wir es wagen, diesen Mangel etwas anderes als „geistliche Ungerechtigkeit“ zu nennen? Ein Mangel, dem wir nicht abhelfen, und der bei diesen Menschen zu unnötigem Leiden und Hoffnungslosigkeit führt? Die vermissten Menschen haben heute praktisch keine Wahl, wenn es um das Evangelium geht. Sie haben den Einen noch nicht gefunden, der sagte: „Folge mir nach”, nicht, weil sie seinen Ruf abgelehnt haben, sondern weil sie ihn nie gehört haben.
Wann immer jemand verloren geht, besonders, wenn es sich um Kinder und Jugendliche handelt, wird sofort die gesamte Community mobilisiert, um beim Suchen zu helfen. Warum geschieht dies nicht bei diesen vermissten Menschen? Was sagt uns das über unsere Prioritäten als globale Gemeinde, wenn 3% der Mitarbeiter und weniger als 1% der Finanzen, die in die Mission gegeben werden, für die Suche nach diesen vermissten Menschen eingesetzt werden?
Die meisten Menschen finden zum Glauben durch jemanden, den sie kennen und dem sie vertrauen. Doch 8 von 10 Muslimen, Hindus und Buddhisten kennen keinen einzigen Nachfolger Jesu persönlich. Was ist die Konsequenz daraus für das Reich Gottes? Jeden Tag, den wir vorbeigehen lassen, ohne den vermissten Menschen in Freundschaft unsere Hand zu reichen, entgehen ihnen die Möglichkeiten für das, was für uns selbstverständlich ist: Jesus persönlich zu kennen, mit seiner Freude und seinem Frieden erfüllt zu sein, seinen Geist in uns zu haben, Leben in Fülle zu erfahren und mit seiner Kraft zu helfen, unsere Gesellschaft zu verändern.
Stellen Sie sich die Auswirkungen vor, wenn wir gemeinsam diese geistliche Ungerechtigkeit angehen würden und sagen würden: „Ja, wir, als weltweite Gemeinde, werden dies nicht länger zulassen“, anstatt damit weiterzufahren, unsere eigenen Dienstbereiche zu rechtfertigen.
VERLOREN UND GEFUNDEN? NOCH NICHT!
Erinnern Sie sich an die Vision des Apostels Johannes vom geschlachteten Lamm? Später hatte er eine andere Vision von „einer großen Schar... aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm... und dienten ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen. Und sie werden nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht die Sonnenglut auf sie fallen noch irgendeine Hitze. Denn das Lamm, das inmitten des Thrones ist, wird sie weiden und leiten zu Wasserquellen des Lebens, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.“ (Offenbarung 7,9-17)
Welch wunderbares Bild! Doch haben wir das Trauma übersehen, das den Triumph in dieser Vision so bedeutsam macht? Diese Menschen waren hungrig und durstig. Sie hatten nicht genügend zu essen und kein frisches Wasser. Die Sonne verbrannte sie mit ihrer Hitze. Sie waren den Elementen ausgeliefert. Sie hatten keinen Hirten, der sie zum frischen Wasser führte. Es gab vieles, über das sie weinen konnten. Dies ist eine eindrucksvolle Beschreibung der vermissten Menschen in unserer heutigen Welt.
Hören Sie sich nochmals Ralph Winters Worte beim ersten Lausanner Kongress 1974 an:
Wir müssen neue, radikale Anstrengungen in Bezug auf den interkulturellen Evangelismus unternehmen, damit wir 2387 Millionen Menschen wirkungsvoll Zeugnis geben können. Und wir dürfen nicht glauben, diese Sache der höchsten Priorität weiterhin nahezu ignorieren zu können. (26)
Wir können uns nicht den Luxus erlauben, diese Menschen weiterhin zu ignorieren. Doch genau das ist geschehen. Hier sind wir, 36 Jahre später, und viele derselben Gruppen sind noch immer vermisste Menschen
Bei der letzten großen Lausanner Zusammenkunft beim Forum 2004 in Pattaya, Thailand, bestätigten die Teilnehmer, dass:
Die Gemeinde erhebliche Anstrengungen in Richtung derer unternehmen muss, die keinen Zugang zum Evangelium haben. Die Verpflichtung, zum Aufbau nachhaltiger Gemeinden innerhalb 6000 noch unerreichter Menschengruppen beizutragen, bleibt ein zentraler Schwerpunkt. [Fettschrift durch den Autor]
Was sagt uns das heute, wenn „unsere Verpflichtung, zum Aufbau nachhaltiger Gemeinden innerhalb 6000 noch unerreichter Menschengruppen beizutragen”, auf unser Verhalten und auf diese Communitys einen solch kleinen Einfluss hatte?
Wie können wir erreichen, dass wir diesen zentralen Schwerpunkt tatsächlich zu einer zentralen Mission der Lausanner Bewegung und der weltweiten Gemeinde machen? Wozu sind wir bereit, uns zu verpflichten – individuell, organisatorisch, regional und kollektiv?
Wie können wir erreichen, dass unsere vorhanden Ressourcen dazu verwendet werden, dass die vermissten Menschen nicht länger einem Leben ohne Hoffnung und ohne Jesus gegenüberstehen, hier und in der Ewigkeit? Welche Verbindungen, Fähigkeiten, Kapazitäten, Fürbitte und Einflüsse sind wir bereit, einzusetzen?
Und schließlich, wie können wir erreichen, dass dies der letzte Lausanner Kongress sein wird, bei dem wir vermisste Menschen besonders hervorheben müssen? Nicht, weil wir sie aufgegeben haben und ihnen den Rücken zukehren, sondern weil sie nicht länger vermisst sein werden und ihre Plätze als Priester vor dem Thron Gottes eingenommen haben, um ihm zu dienen.
Die zwei Milliarden Menschen, die zu diesen Menschengruppen gehören, wissen nicht, dass sie vermisst sind. Aber Jesus weiss es. Er kennt den Namen jedes Einzelnen. Und er lädt uns ein, mit ihm zusammen nach Indien, Pakistan, China, Nepal und Bangladesch zu gehen, wo die größte Anzahl unerreichter Menschen lebt; wo wir Kulturen und Sprachen, Beschwerden und Gefahren und oft weite Entfernungen überbrücken müssen, um uns mit ihnen anzufreunden und die Gute Nachricht des Reiches Gottes mit ihnen zu teilen.
Warum sollten wir dies tun?
Nicht, weil es unsere Pflicht ist,
obwohl sie es ist.
Nicht, weil es vielen ewiges Leben bringt,
obwohl es das tut.
Nicht, weil es die Lebensumstände der Armen verbessert,
obwohl es das tut.
Nicht, weil es die Stabilität der Institutionen der Welt verbessert,
obwohl es das tut.
Nicht, weil es die Umweltbedingungen verbessert,
obwohl es das tut.
Nicht, weil wir dafür belohnt werden,
obwohl wir das werden.
Wir sollten die Nationen zu Jüngern machen, weil Jesus würdig ist, von ihnen Ehre, Ruhm und Lobpreis zu empfangen.
(Offenbarung 5,12 und 7,9). Aus Josua-Projekt, „Stand der Weltevangelisation – 2004“
© The Lausanne Movement 2010
Deutsch Translation by: LGC_Translation
Erklärung zu mehrsprachigen Funktionen | Schlage vor, Übersetzung zu bearbeiten
Stichwörter: Vermisste Menschen, versteckte Menschen, Ralph Winter, Mündlichkeit, Bibelarmut, Isolation, Kultur, Ressourcen, Ethne, Matthäus 24, 14, Jüngerschaft, Gemeindegründung, Veränderung, Ungerechtigkeit
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Vereinigte Staaten von Amerika
I find it interesting to hear the various stories coming from the Muslim world where so many seem to be getting the Good News of Jesus through dreams. If you hear those stories from one or maybe two people, you can often discount them, but it seems that the stories are coming in from several places around the Muslim world. Perhaps the Holy Spirit is working in places where believers simply cannot go due to the overwhelming persecution.
04.11.2011
Vereinigte Staaten von Amerika
@ gwu_stevens:
The barriers are not insurmountable which is a wonderful thing. These people need Jesus just as much as we do if not more and I am gladdenned to hear plans on how best to approach this problem. I enjoyed hearing from a person at Sat 7 who broadcasts the Gospel message into Muslim countries from beyond their borders. This ministry is a blessing and can operate by bypassing the barrier of geography. Jesus speaking in dreams without our aid just tells us that we need to be at the ready when these people seek our help in understanding the message.
21.11.2011
Vereinigte Staaten von Amerika
@ TomTharpGW:
These closed countries are doing more and more to stamp out efforts to spread the Gospel via technology. Pakistan recently created a list of obscene words that cannot be sent via text message to or within the country; one of the terms was Jesus Christ. Obviously this is not an obscene word, so the only reason to outlaw it is to stop Christian mission work from being done.
But we have to take heart and remember that every time the world closes a door on the Gospel, the Holy Spirit opens up another door that we have to be looking out for.
21.11.2011
Vereinigte Staaten von Amerika
@ gwu_stevens:
No matter how Orwelian they try to become they can’t stop single individuals from sharing the Gospel with each other. Even when the punishment is Death by punji stick people will still spread the word by mouth. We need to be making and equiping disciples to go into all these places where we are not welcome. People of the ethnicity and dialect who will be able to move uninhibited.
22.11.2011
Vereinigte Staaten von Amerika
@ gwu_stevens:
We join you in praising God that He does indeed continue to give dreams and visions to Muslims -- and people of other religions. In the vast majority of the stories from around the world, God seems to be sticking to His main plan - He sends someone to interpret those dreams. As we train cross-cultural witnesses to go, we train them to know they will face persecution. God’s Word tells us that fact. So, yes, the Holy Spirit is working now as he has forever by both sending visions followed by sending people to interpret God and His dreams in places that are very challenging. In fact, if we believe the Holy Spirit, there are no places His followers cannot go -- only prices we may disobediently refuse to pay. So, let’s celebrate the dreams and visions -- and those who obey God by being like Daniel by "showing up" in spite of danger to tell people what these visions mean -- and who Jesus is.
15.06.2012
Vereinigte Staaten von Amerika
As far as unreached and hidden people are concerned I like what Lesslie Newbegin said in the book The Gospel in a Pluralist Society, "Christian Churches have taken to fighting over the remaining athiests and agnostics instead of attempting to convert those of other faiths." If this is true then it is a huge loss for us as Christians and for the people we should be converting. The problem that Newbegin says is that the Christians are often not nearly as devout or good as those of the other religions in their neighborhoods. So, before we can reach others we have to take back Christians and get them to stand up for Christ as much as Buddhists are standing up for Buddha. The we can approach the missing fourth with some hope of success.
21.11.2011
Vereinigte Staaten von Amerika
To call these people the ignored peoples is a challenging statement because it recognizes how we have put our monies and energies into less important ’projects’ instead of focusing on God’s Mission. 95% of the churches’ money goes to the church while only 1% is spent on making disciples of the quarter of the world that has never heard the name of Jesus?? Wow. We have to be better stewards.
04.10.2011
Mexiko
Thank you for this challenging paper. The lack of progress since 1974 and the lack of Christian resources being spent to take the gospel to those who have never heard it are cause for corporate repentance. I hope that we may hear more at Cape Town 2010 about the strategies that have been proving fruitful among unreached peoples recently, as well as ideas about how to encourage individual Christians, churches and missionary organizations reach out to those who are currently beyond the reach of the gospel. For the sake of clarity, what do the 1% of Christian and 2-4% of missionaries include? Do they represent all Christian money worldwide and all cross-cultural missionaries world-wide? For example, would they include the work of India Inland Mission, which sends thousands of Indian missionaries to do pioneer work amongst unreached Hindus in the north of India?
13.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
@ Charlie_Fletcher:
Once you get down to that level of granularity it becomes a little problematic for the accuracy of what are essentially global statistics. The case of the Indian missionaries would "depend." If they are working cross-culturally, then yes, they would be included in that general stat. If they are not working cross-culturally, then no, they would not. But those kinds of estimates are generally made at a national level and then aggregated to regional/global.
13.10.2010
Mexiko
@ justinlong:
Thanks for your reply Justin. I’m just getting around to some post-congress replies. I agree that we can’t expect compete accuracy in every detail of these lists, given the complexity and dynamic nature of the task. At the same time, the devil’s in the detail, as the saying goes. If we can’t be confident about the accuracy of the research at the granular level, it’s difficult to affirm the global estimates. With the benefit of hindsight after the CT2010 session on unreached and unengaged people groups, hearing that more than 100 updates and corrections were offered to make the list more accurate, I was left wondering how the list initially presented at the congress was researched. On a more positive note, it was marvellous that so much additional information could be collected at the congress, and hopefully, as one of the fruits of gathering leaders representing the whole church, the partnerships and contacts arising from CT2010 will help provide a clearer picture with regard to unreached and unengaged people groups. I hope the updated list will be made available soon.
24.11.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Thanks for this paper. We need to be continually reminded of this until they are no longer lost. Early in the Lausanne movement, there was much contrition and repentance over the fact that so few resources and effort was going into reaching the missing peoples, an example would be LOP 4 on Muslim Evangeliziation. Since then there has been an increased effort in some areas but your paper still points to the reality of huge imbalances and people not being reached, or even trying to be reached.
Guilt is not a good motivator but we must still be called to repentance over the situation until we examine our priorities and make the adjustments to reach them.
Jesus is worthy.
17.10.2010
Jordanien
I am intrigued about the fact that 95% of our giving goes to church internally while we should be focusing on external work of the Church and believers. I think it’s a big challenge to make a paradigm shift in many concepts: giving, looikng at scattered groups, development of evangelistic methods. Great article.
16.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
I am so grateful for the way you have articulated the lessons you have learned when it comes to the work of reaching the world’s unreached peoples. While I am sure they still work at times, I have grown increasingly frustrated by the old ways that are still presented as models for missions to unreached peoples. Much of the training I received in preparation for spending a summer teaching EFL at a college in an unreached nation was unhelpful. (For a great explanation of some of the changes in missionary models, I suggest Fritz Kling’s book, “The Meeting of the Waters...”, which came out in the last year.)
One key you mentioned here in the lessons you’ve learned is so important: “Disciple to conversion, not convert to make disciples.” Yes! This is so important. It means that we teach people what it means to be a Christian, even before they have been born again or made a decision for Christ. It means letting go of the agenda to get people to “pray the sinner’s prayer,” and instead, invest time in modeling and exploring Kingdom values and traits.
Of course, this requires more time than handing out a tract and inviting someone to pray. It requires months and sometimes years of investment in genuine friendship. It requires us to take time and become known for our love, compassion, patience, joy, etc. And it probably means that we do not have large numbers to report as our trophies of the mission field. Yet it is the way. As you said, “No mass evangelism so the masses will hear,” and, “A new/inexperienced insider is more effective than a highly trained, mature outsider.” This is counter-intuitive to our usual models of missions and evangelism, but it is, I think, more effective today.
Thank you for the great paper. I’m looking forward to hearing more and learning from others at Lausanne!
16.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Kudos for a powerfully written piece on this essential topic. As we are together in Cape Town, may God pour out on us a spirit of repentance that we may weep between the altar and the courts. May we not finish weeping until our rebellion is purged and there is no more fight left in us to focus on ourselves.
15.10.2010
Italien
Thank you for such a thoughtful and passionate paper!
I would encourage to also add something of the "missing peoples" who come to "Christian" nation to study as an international student or as a refugee. As a Brazilian missionary serving in Italy (supposed to be a "Christian" nation), I have been finding wonderful possibilities to share the gospel with international students and refugees from the "missing people." They might come back to their country as a much more equipped missionary (knowing language and culture) than I would ever be there.
Blessings!
13.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
@ Sarah_Breuel:
Thanks Sarah. You’re absolutely right: reaching out to "diasporas" (Google for diaspora missiology, and you’ll get a lot of links) is a critical part of reaching unreached peoples. In fact (not to toot my own horn--grin) but I recently talked with a guy who’s doing ministries to refugees from unreached countries in this interview: http://www.justinlong.org/2010/09/2010-podcast-no-8-trent-deloach-and-ministries-to-refugees/. Many European countries are gaining large populations of immigrants & refugees, all of whom come from these kinds of situations. It’s a growing opportunity to bless people!
13.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
On behalf of the authors of the paper, thank you to each of you for taking the time to respond to this paper. We look forward to seeing you in Cape Town and continuing our prayer, discussion, and strategy development there! See you in just a few days!
11.10.2010
Niederlande
This paper is a right challenge to the Church, to Christians, to me. Thank you! It also brings sadness, for it seems so hard to get people interested in others other than themselves. There so often are so many ’excuses’ of things not quite right yet, to reach out to others that do not know Jesus as their Savior and Lord. And then, in several countries, there’s the effects of tolerance. Binding people, keeping them quiet. How do people fall in love with Jesus again? And then stand up and speak out.
Thank you for the encouragement of all the examples. It encourages to pray and praise God.
07.10.2010
Mexiko
Mes siento muy retado a ver mi compromiso y mi respuesta hacia la proclamación del evangelio. Sobre todo porque muchas veces se nos olvida la razón de compartir..."Debemos discipular a las naciones porque Jesús es digno de recibir la honra, la gloria y la alabanza de ellas"
05.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
This paper is so challenging. We are in a world where everything is so centered around ourselves, including the church and missions. It makes me so sad to see these statistics of how few of our resources and finances are going towards the unreached-- this should be the place where MOST of our resources are going! We need to be reminded that reaching lost people is GOD’S mission and priority. If we really love God with all our heart, it will be our priority and mission too. It is so true that the greatest reason to seek and save the lost is because Jesus is worthy to recieve the WHOLE world’s praise! That is something I need to remember.
I love the emphasis of making disciples, not just converts. Missions is not limited to simply proclamation, improving living conditions, or social justice. These things are good and are a part of mission, but I think the greatest priority needs to be making followers of Jesus who have a personal faith and will be able to share and spread that faith in their own worlds-- disciples, who make disciples... The Spiritual injustice in the world is more critical than the social injustice. The greatest change occurs by the work of the Holy Spirit. Jesus Himself sent us to "make disciples of all nations." He, who is our Lord and greatest Love, should be our motive and source of bringing the lost to Him.
I am definitely challenged to constantly keep my passion for missions of the unreached in line with the heart of Jesus!
04.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Thank you for the paper! This so stirred my heart. Father give us understanding and revelation that we will grasp the situation. We ask for strategies and blueprints from Heaven. Father break our hearts for "missing people", show each one of us our part, in Jesus’ Name. Holy Spirit thank you that You are our Helper. I ask for a birthing of excitement to partner with Heaven.
Marguerite
03.10.2010
Australien
One point that we should not forget is that many of the unreached people live in the WEST. There is a huge opportunity and responsibility for the Christians in the West.
Perhaps it is easy to think that those in the West are minimal compared to the ones who are overseas; however, we should remember that each unreached person has family and friends overseas. These can be reached through the relatives who have immigrated.
Mission has now shifted from overseas to home and overseas. However, the perception of most evangelicals is that the missionfield is only overseas.
Another point is that a new phenomenon is happening....Millions of unreached people from Islamic background are leaving Islam and the majority are becoming Christians. There is a big need to disicple them and train them to be evangelists to others.
The unreached are becoming the evangelists and disciplers. It is no more us and them but it is TOGETHER in Christ.
The whole paradigm is changing and a new situation is developing globally. Churches and missions here and overseas should wake up and prepare to become welcomers, encouragers and disciplers.
28.09.2010
Grossbritannien
SUCH a challenging paper...thank you. I would love us as the worldwide church to have much more regular education on this subject, leading to action of course. I share the suggestion that we perhpas need to become increasingly ’strategic’ in how we accomplish this.
21.09.2010
Jamaika
Wow! This presentation is a rallying point for some serious commitment. Lost coin, lost sheep, missing people – why are we spending so much time on the 99? Because we have been programmed to do so. That’s what church with 4 walls and ministry schedules does. Discipled differenetly we would respond differently. Recognising the problem, how do we address it? Does everyone suddenly get up and go find these people? Certainly we can’t! So how do we decide who does? And, when that is decided - should we not support them by providing them with the resources they need, including the much needed prayer support?
When we gather in a month’s time to share and reflect may God give us direction and infuse us with the spirit of wisdom so we may discern who should in fact “go!”.
17.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Excellent paper. Thank you for it. I wonder if one of the reasons why there are still hidden peoples-unreached peoples is that when we give our lives to Christ we are looking to him to make our lives happy and blessed. We are not necessarily entering into a love relationship where we want to learn what inspires and moves him. We don’t think about our hearts being shaped like his heart, his passions becoming our passions. Not everyone is wired to go to the hard places where a lot of these unreached are. However, I am sure there are many that are potentially wired that way, but they never thought about letting Jesus shape their hearts and their desires in his image.
14.09.2010
Ghana
Much thanks to the authors for this informative article that connected the start of the people-group movement to where we are today in relation to reaching those who have no access to the Gospel. God bless the writers for their thorough understanding of the subject.
13.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
This has been the most challenging and stimulating advance paper I’ve read yet. I share your urgency about missing peoples, and appreciate the vigor with which you make the argument.
I especially appreciate your point that Bible Study is about discovery and obedience, not preaching and knowledge. We must learn new paradigms in which we as missionaries stop "spoon-feeding" the "right" answers to indigenous believers. We must help them discover truth in Scripture for themselves, trusting the Holy Spirit in the process. This may lead to conclusions that are uncomfortable to our own sensibilities! We also must emphasize obedience - the living out of the mandates of Scripture - rather than simply collecting knowledge without transforming daily life and behavior.
Letting the lost lead Bible Studies is a brilliant concept, and one that many might be uncomfortable with. But if we trust the Holy Spirit to draw seekers and enlighten truth, what better way to get people actively engaged? We must relinquish control. Our role should be that of prayer warrior, friend, and - here’s the key - good question-asker. When missing peoples begin engaging Jesus and the word, they will have questions. Rather than giving the answers ourselves, let’s ask them good questions in return - questions that point them back to the Scriptures and to Jesus himself! We can’t shortcut the process!
I personally am excited to rise to the challenge of missing peoples - the vigorous challenge you present here. I am currently gathering a team of believers who will address that challenge amongst Arabic speakers.
19.08.2010
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