Autor: The Scripture in Mission Multiplex Resource Team
Datum: 01.06.2010
Category: Die Bibel in der Mission
Anmerkung der Redaktion: Dieser Vorabbericht zu Kapstadt 2010 wurde vom Multiplex-Ressource-Team „Die Bibel in der Mission“ geschrieben und stellt eine Übersicht dar zum Thema „Die Bibel in der Mission”, welches bei der Multiplex-Sitzung diskutiert wird. Stellungnahmen zu diesem Bericht durch die Lausanner globalen Gespräche werden an die Autoren und andere Personen weitergeleitet und sollen dabei helfen, die endgültige Präsentation beim Kongress festzulegen.
ZUSAMMENFASSUNG
Peter und Angela führen ein gutbürgerliches Leben und sind immer sehr beschäftigt. Lucy von nebenan ist eine Buddhistin aus Ostasien, und ihre Mitbewohnerin befasst sich mit Themen der Esoterik. Mma Echu hat keine Bibel in ihrer Sprache, und der Häuptling ihres Dorfes hat einen Altar für seinen Gott gebaut. Amin interessiert sich für Jesus, aber er ist Analphabet, während Hussein taub ist. Was haben alle diese Menschen gemeinsam? Sie leiden an einer Krankheit, die Milliarden von Menschen überall in der Welt betrifft – dem Mangel an Bibeln. Aber keiner von ihnen realisiert dies.
Wie erkennt man einen Mangel an Bibeln? Er ist überall dort zu finden, wo Menschen daran gehindert werden, Zugang zur Bibel zu bekommen in einer Sprache, die sie gut verstehen, und wo sie sich mit der Bibel so beschäftigen können, dass es ihr Leben verändert. Dies bezieht alle wirtschaftlichen Ebenen mit ein, jeden gesellschaftlichen Status, die religiöse Identität, ethnische Gruppen und Sprachen. Der Mangel an Bibeln besteht in Regionen religiöser Verfolgung. Er wirkt sich aus bei Analphabeten, Tauben und Blinden. Andere, wie die Befang in Kamerun, haben einfach keine Bibel in ihrer Sprache. Und eine große Anzahl von Berufstätigen, die in Städten wie Shanghai, München oder Bogota leben, vertrauen lediglich auf ihre eigenen Erfahrungen. Überall sind Hindernisse aufgebaut, welche die Menschen davon abhalten, sich sinnvoll mit der Bibel zu beschäftigen: im städtischen Umfeld, auf dem Land, in Gegenden, wo andere Weltreligionen vorherrschen und im post-modernen Westen. Aber sobald wir diese Grenzen erkennen, können wir dann auch daran arbeiten, Brücken zu bauen, damit Menschen diese Hindernisse überwinden können?
Peter und Angela sind mit Arbeit, Familie, Verantwortung in der Gemeinde und Freizeit ausgelastet. Sie verbringen viel Zeit damit, politischen Kommentatoren im Fernsehen und christlichen Talkshow-Moderatoren im Radio zuzuhören. Sie haben mindestens zehn Bibeln zuhause, aber es gibt Wochen, in denen die einzigen Bibelverse, die sie hören, diejenigen sind, die am Sonntagmorgen im Gottesdienst gelesen werden. Und selbst ihr Pastor verbringt mehr Zeit damit, seine eigenen Gedanken zu predigen, als die Zuhörer durch die Bibel zu führen. Die Bibel, die früher einen zentralen Platz in ihrem Leben hatte, wurde an den Rand geschoben. Das Resultat ist, dass Peters und Angelas Werte und Haltungen gegenüber den Themen der Gesellschaft mehr von anderen Menschen beeinflusst werden als von ihrer Beschäftigung mit der Bibel.
Lucy und Julie sind die Nachbarn von Peter und Angela. Lucys Familie wanderte aus Ostasien ein. Sie ist Buddhistin. Ihre Mitbewohnerin Julie ist an spirituellen Dingen interessiert. Sie ist überzeugte Esoterikerin und interessiert sich für New Age-Literatur und -Veranstaltungen aber auch für die mystischen Elemente im Buddhismus und Hinduismus. Ebenfalls glaubt sie, dass Jesus vom Tod auferstanden ist. Sie denkt, es sei "cool", was er tat.
Mma Echu hat vor einigen Jahren Jesus angenommen. Es gibt keine Bibel in ihrer eigenen Sprache. Wenn sie einen Gottesdienst besucht, predigt der Pfarrer nur in der vorherrschenden Landessprache, die sie nicht gut versteht. Wenn sie den sonntäglichen Gottesdienst verlässt, ist sie immer hungrig nach mehr. Also geht sie nur gelegentlich zum Gottesdienst. In der Zwischenzeit hat Häuptling Ekone in ihrem Dorf einen Altar für seinen Gott gebaut, gleich neben seinem Haus, und er bittet diesen Gott, seine Familie zu beschützen und zu segnen. Er hat von Jesus gehört, aber so weit er weiß, spricht Jesus nur die Landessprache. Seine Sprache spricht er nicht. Jesus ist ein Fremder. Deshalb kann Häuptling Ekone mit Jesus nicht wirklich ein Gespräch führen über seine Ansichten und Überzeugungen und die seines Volkes.
Amin hat einmal von Jesus gehört und möchte mehr von ihm erfahren. Aber in der Stadt, in der er seinen kleinen Laden hat, ist ihm noch nie ein Nachfolger Jesu begegnet. Somit gibt es niemanden, mit dem er über Jesus sprechen kann. Er sah einmal ein Buch, von dem die Leute sagten, dass es von Jesus handelt, aber er kann nicht lesen. Deshalb hilft ihm das nicht. Er besitzt ein Radio und einen DVD/CD-Spieler. Am anderen Ende der Stadt wohnt Hussein. Er ist taub. Er lebt in einer anderen Welt als die Menschen, die sprechen können. Er hat eine enge Verbindung zu den wenigen anderen tauben Menschen in der Stadt, aber sie alle haben Angst vor denen, die sprechen können. Sie wurden oft schlecht behandelt. Und niemand kommuniziert mit ihnen über Gott. Gott ist ihnen nicht einfach nur fremd. Er existiert nicht.
Peter, Angela, Lucy, Julie, Mma Echu, Häuptling Ekone, Amin und Hussein befinden sich alle in derselben Lage. Sie leiden an einem Mangel an Bibeln. Der Mangel an Bibeln ist weltweit und man findet ihn überall da, wo Menschen daran gehindert werden, Zugang zur Bibel zu haben in einer Sprache, die sie gut verstehen, um sich mit ihr in einer sinnvollen Weise auseinanderzusetzen, damit ihr Leben verändert werden kann. Interessanterweise können sowohl einzelne Christen als auch Gemeinden eine solche Veränderung auf der Grundlage der Bibel verhindern. Ebenso können es diejenigen, die in der Mission und in Missionsgesellschaften tätig sind. Das Problem ist universell. Es hat seinen Ursprung im Herzen und in der Trennung des Menschen von Gott.
Wie würde unser verändertes Leben aussehen? Jesus sagt, dass wir, wenn wir verändert wären, Gott mit unserem ganzen Herzen, unserer ganzen Seele, unserem ganzen Verstand und unserer ganzen Kraft lieben würden, und wir würden unseren Nächsten lieben wie uns selbst. (Matthäus 22, 34–40, Markus 12, 28–31). Unser Verhalten würde Gott wohlgefallen und unseren Nächsten erfreuen (1. Korinther 13,4-7; Galater 5,22-23; Epheser 4,1-6.25-32; Philipper 2,1-11; Kolosser 3,12-17).
Das Leben der Menschen, die oben beschrieben sind, wird davon abgehalten, die verändernde Liebe Gottes zu erfahren. Können Sie bezeichnen, was die Bibel davon abhält oder daran hindert, Veränderung zu bringen? Jede dieser Situationen stellt eine wesentliche Herausforderung für die Rolle der Bibel in der Mission dar. Und jede Situation wirft eine grundsätzliche Frage auf, über die wir nachdenken sollten:
Bevor wir uns mit diesen Fragen beschäftigen, sollten wir uns nach der Bedeutung der Bibel in der Mission fragen. Was ist der Wert der Bibel in der Mission? Gibt es einen Unterschied zwischen der Rolle, von der wir denken, dass sie spielen sollte, und der Rolle, die sie tatsächlich spielt? Wie zentral ist die Bibel in Ihrem Dienst? Welche Auswirkungen würden andere sehen, die ihre zentrale Bedeutung ausdrücken würde?
Der Apostel Paulus schrieb an Timotheus, dass zwei wesentliche Zielsetzungen der Bibel sind, uns Weisheit zu geben über den Weg, der zur Errettung führt durch den Glauben an Jesus Christus, und uns als Volk Gottes auszustatten für jedes gute Werk (2. Timotheus 3,14-17). Paulus wollte, dass Timotheus, der sein Sohn im Glauben war, die gleiche Zuversicht hat, die wir heute haben können, nämlich, dass die Bibel grundlegend dazu ist, die gute Nachricht weiterzugeben, die wir in Jesus Christus gefunden haben, genauso wie die Veränderung zu erleben, die sich an Christus orientiert.
Timotheus wuchs in günstigen Umständen auf. Die Bibel war in seiner Gemeinde in einer Form verfügbar, die man anwenden und verstehen konnte. Sie lag in schriftlicher Form vor, wahrscheinlich in griechischer Sprache. Das war wohl die Septuaginta, die griechische Übersetzung der Hebräischen Bibel, unserem „Alten Testament". Wahrscheinlich wurde sie ihm schon als Kind in seiner Familie vorgelesen, oder jemand in der größeren jüdischen Gemeinschaft las sie für alle hörbar vor. Paulus erwähnt, dass Timotheus’ Großmutter Lois und seine Mutter Eunike einen „aufrichtigen Glauben" hatten und derselbe Glaube in Timotheus weiterlebte (2. Timotheus 1,5). Paulus erwähnt auch, dass Timotheus „von Kind an die Heiligen Schriften kennt" (2. Timotheus 3,15). Diese drei Menschen waren zum Glauben an Jesus Christus gekommen. Sie hatten sich auch mit der Bibel befasst. Dies führte dazu, dass sie mit „aufrichtigem Glauben" lebten in einer Gesellschaft und Kultur, die nicht immer freundlich war und ihren Glauben anerkannte. Sie waren als Jünger Jesu Christi in einem herausfordernden Umfeld verändert worden.
Betrachten Sie noch einmal den vorher erwähnten Fall von Peter und Angela im Licht von Paulus’ Worten an Timotheus, und Timotheus’ Erfahrung in seiner Familie mit der Bibel. Peter und Angela waren biblisch verarmt, obwohl sie Christen waren und verschiedene Bibeln hatten, denn die Bibel hatte nicht den verändernden Einfluss auf ihr Leben, so, wie Gott es will. Ironischerweise ist ihre Situation im Endeffekt nicht anders als die von Lucy und Julie, ihren Nachbarn, die nichts von der Bibel wissen.
Im Fall von Menschen wie Mma Echu und Häuptling Ekone, die keine Bibel in ihrer Sprache haben, ist der Mangel an Bibeln deutlicher. Sie haben nicht die Möglichkeiten, die Peter und Angela haben. Menschen wie Amin, die niemals lesen gelernt haben oder nicht mehr lesen können, werden immer biblisch verarmt sein, wenn sie nur das geschriebene Wort haben. Und Hussein ist völlig abgeschnitten, bis jemand einen Weg findet, ihm die Bibel zu kommunizieren.
Ihr Mangel an der Bibel ist ein Ergebnis von "Hindernissen", die die Kraft des Wortes Gottes blockieren oder daran hindern, einen Unterschied in ihrem Leben zu bewirken. Die Existenz dieser Hindernisse sollte uns dazu motivieren, „Brücken" zu finden, um den Menschen zu helfen, Verbindung zur Bibel zu bekommen.
Also kehren wir wieder zu unseren drei Fragen von oben zurück und fragen uns, welche einige der hauptsächlichen Hindernisse und Brücken in jedem dieser Fälle sein könnten.
1. Warum verändert die Bibel Leben nicht dort, wo sie verfügbar ist?
Warum befassen sich Menschen nicht in sinnvoller Weise mit der Bibel, da, wo sie reichlich vorhanden und verfügbar ist?
Hindernisse
Die Hindernisse beinhalten:
Ignoranz, Gleichgültigkeit und sogar Missachtung der Bibel
Westliche Erwachsene und Jugendliche zeigen selbst an den einfachsten biblischen Tatsachen kein Interesse. Es wäre ihnen nicht möglich, die folgenden Fragen zu beantworten: Wer waren Adam, Abraham, David oder Johannes der Täufer? Die Bibel ist ihnen irgendwie bekannt, aber sie verstehen und schätzen sie nicht. Mit all den anderen Informationsquellen, die um ihre Aufmerksamkeit buhlen, bleiben sie der Bibel gegenüber gleichgültig. Hören sie dann die Aussagen und Forderungen der Bibel, zeigen sie nur Verachtung dafür. Unter denen, die glauben, vergrößert sich die Zahl derer, die keiner Gemeinde angehören, vor allem bei den jungen Erwachsenen. Die Bibel ist nicht mehr das, was in der Gemeinschaft von Gläubigen geteilt wird, sondern wird zu einem persönlichen Thema.
Geschäftigkeit des Alltags, Bewunderung der Technologie und Unterhaltung
Menschen, auch Christen, sind sehr beschäftigt und haben viele Verpflichtungen. Da gibt es wenig Zeit, sich mit der Bibel zu beschäftigen, über sie nachzudenken und sie in ihr Leben sprechen zu lassen. Peter und Angela sehen Lucy und Julie nicht sehr oft. Weder Peter noch Angela fühlen sich mit Lucys Buddhismus und Julies sehr ungenau definierter Spiritualität wohl. Sie wissen nicht, wie sie das Wort Gottes mit ihnen teilen können. Tatsächlich würden sie gar nicht wissen, was sie ihnen sagen sollten, nachdem sie selbst so wenig Zeit mit dem Wort verbringen. Niemand hat ihnen beigebracht, wie sie die Worte der Bibel in sich aufnehmen und wie sie zusammen mit anderen Zeit mit der Bibel verbringen können. Lucy und Julie sind an alternativen religiösen Erfahrungen interessiert. Wenn ihnen nicht jemand einen dafür Grund geben würde, Zeit mit dem Lesen der Bibel zu verbringen, würden sie es nie in Betracht ziehen.
Die verschiedenen Formen der Medien in der westlichen Gesellschaft bestimmen das Leben der Menschen. Für Christen können die Medien leicht einen größeren Einfluss auf ihr Leben haben, als die Bibel. Viele ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Werte sind geprägt von den Meinungsmachern der Gesellschaft und nicht von der Bibel. Die Helden von heute sind Berühmtheiten aus Filmen, der Musikindustrie und dem Sport. Einige dieser Menschen stehen dem christlichen Glauben sehr feindselig gegenüber und bezweifeln die Glaubwürdigkeit der Bibel.
Die Fremdheit der Bibel in Bezug auf das Leben des 21. Jahrhunderts
Die Menschen, Orte und Bräuche, die in der Bibel beschrieben sind, passen nicht zum Leben im 21. Jahrhundert. Es ist eine Herausforderung für Christen, sich mit der Bibel zu befassen und die Bedeutung und Relevanz des Textes für ihr Leben herauszufinden. Es ist oft einfacher, die Bibel einfach zu ignorieren. Für Lucy und Julie ist die Bibel nichts anderes als fremd.
Der Glaube an die Wissenschaft
Die westliche Kultur, in der Peter und Angela zuhause sind, erlebt gerade eine historische Veränderung in dem, was eine Person behauptet zu wissen. Wissen ist immer weniger objektiv und vermehrt subjektiv. Was wir erleben und was uns unser Verstand sagt in Bezug auf die Welt um uns herum, wird nicht mehr als glaubwürdig angenommen. Statt dessen sieht man dies als bloße Meinungen und eigennützige Ideen an, die uns von unseren Eltern oder Großeltern mitgegeben wurden, die uns dazu erzogen, in der Vergangenheit zu leben. Wahrheit ist nicht mehr festgelegt und es gibt keine Möglichkeit, sie zu finden. Auch die biblische Wahrheit, einschließlich die biblische Moral, wird in diesem Licht gesehen. Viele glauben, dass biblische Wahrheiten, ob über die Welt oder die Moral, nur Meinungen aus einer früheren Zeit sind, die keinen allgemein gültigen Anspruch auf Menschen haben.
Die Ichbezogenheit und Autonomie des Einzelnen
Im Westen ist der Einzelne der Mittelpunkt seines oder ihres Universums. Er oder sie entscheidet, wer Gott ist und was wahr ist. Der Einzelne tendiert auch dazu, den Sinn des Lebens und die Realitäten, die er oder sie für sich geschaffen hat, auf alle anderen zu übertragen. Es gibt immer weniger Vertrauen in eine externe Autorität wie Gott oder die Bibel. Beziehungen zwischen Menschen werden reduziert auf Themen über Macht und persönliche Vorlieben. Die höchste Tugend ist nicht mehr die Liebe, sondern die Toleranz.
Brücken
Die „größte Brücke“, die alles überspannt und alles beherrscht ist der Geist Gottes. Der Geist ist der Einzige, der letztendlich das Herz jedes Menschen verändern kann. Er befreit uns von der Macht der Sünde und bringt uns in die Freiheit, Gott zu dienen (Römer 8, 1-11). Der Geist ist nicht begrenzt oder eingeschränkt durch irgendwelche Lebensumstände, sondern überwindet alle Hindernisse. Doch der Geist erlaubt uns auch, Brücken zu errichten, um anderen zu helfen. Wir sind aufgefordert, zu überlegen, wie wir diese Hindernisse „überbrücken“ können.
Ignoranz, Gleichgültigkeit und sogar Missachtung der Bibel
Missachtung kann nur schwer überwunden werden, außer durch unsere beständige Liebe gegenüber einer Person sowie der Arbeit des Geistes. Doch es gibt einige Brücken, um der Ignoranz und Gleichgültigkeit zu begegnen. Im Fall der Ignoranz sind mögliche Ansatzpunkte - falls die Person offen gegenüber Neuem ist - die großen Geschichten der Bibel, von der Schöpfung bis zum neuen Himmel und der neuen Erde. Der Fokus liegt dabei auf der Liebe Gottes für die Menschen und Seinem immerwährendem Versuch, sie in Sein Reich einzuladen durch das, was Jesus in Seinem Leben, durch Seinen Tod und die Auferstehung getan hat. Wie könnten Peter und Angela es schaffen, dies zu schätzen und dann lernen, die großartige und alles umfassende Geschichte der Bibel mit Lucy und Julie zu teilen?
Was die Gleichgültigkeit betrifft, wäre eine mögliche Brücke, anderen mitzuteilen, wie die Bibel uns in unserem Leben beeinflusst hat. Wir könnten die größeren Geschichten oder spezifischere Ausschnitte aus der Bibel vermitteln, die einen großen Einfluss auf uns hatten. Damit können wir die persönliche
Bedeutung der Bibel aufzeigen.
Geschäftigkeit des Alltags, Bewunderung der Technologie und Unterhaltung
Um diese Themen aufzugreifen, würde das Praktizieren der Lectio divina eine gute Brücke darstellen, entweder als Einzelner oder in einer Gruppe. Diese Methode verlangt von den Teilnehmern, dass sie ihren Lebenswandel etwas verlangsamen. Sie nehmen sich Zeit, einen Abschnitt aus der Bibel auszuwählen und zu lesen. Danach wird entweder über ein Wort oder einen Satz oder ein anderes Thema meditiert, auf das Gott sie beim Lesen aufmerksam gemacht hat. Anschließend können sie über diesem Wort oder Satz beten und nach eingehender Betrachtung herausfinden, was sie in ihrem Leben anders machen möchten.
Eine andere Brücke wäre, die Bibel in einer Gruppe zu studieren und darüber nachzusinnen – zum Beispiel in einer Gruppe von mehreren Personen einmal in der Woche einen Bibeltext lesen. Ein gemeinsames Treffen bedeutet, dass jede Person der anderen gegenüber rechenschaftspflichtig ist. Die Regelmäßigkeit der Treffen ermöglicht es jeder Person, der Bibel Raum zu geben in seinem oder ihrem Leben. Auf diese Art kann jede Person auch die Gedanken der anderen zu dem Bibeltext hören.
Die Fremdheit der Bibel in Bezug auf das Leben des 21. Jahrhunderts
In diesem Fall wäre eine mögliche Brücke, zu erklären, wie ein vorgegebener Bibeltext uns zu einem Handeln beeinflusst hat, das wir überhaupt nicht in Betracht gezogen hatten. Dies trifft besonders auf die Geschichten in der Bibel zu. Peter und Angela könnten lernen, wie sie Lucy und Julie die geistlichen Wahrheiten zeigen könnten, die in diesen Geschichten enthalten sind und die auch heute noch eine Bedeutung für unser Leben haben.
Was den Glauben an die Wissenschaft und die Ichbezogenheit und Autonomie des Einzelnen betrifft:
Welche Brücken könnte man Ihrer Vorstellung nach bauen, um diese beiden Hindernisse aufzugreifen?
2. Warum haben mehr als eine Milliarde Menschen keine Bibel in ihrer eigenen Sprache ?
Schätzungen zufolge gibt es etwa 6,900 Sprachen, die heutzutage in der Welt gesprochen werden. [1] Die meisten werden von einer kleineren Bevölkerungsanzahl gesprochen. Wir nennen sie „Minderheitssprachen“. In genaueren Zahlen sprechen etwa 6% der Weltbevölkerung oder um die 400 Millionen Menschen über 94% der Sprachen in der Welt. Natürlich sind das die kleineren Sprachen der Welt. Sie beinhalten Menschen wie Mma Echu und Häuptling Ekone.
Warum gibt es die Bibel nur in den Sprachen, die am weitesten verbreitet sind? Kann man akzeptieren, dass mehr als eine Milliarde Menschen keine vollständige Bibel in ihrer Sprache haben? Wenn wir in der weltweiten Gemeinde glauben würden, es sei wichtig, dass jeder eine Bibel in seiner oder ihrer eigenen Sprache hat, würden wir dann nicht von den Leitern der Gemeinde und Mission erwarten, dass sie zusammenkommen, um Wege zu finden, diesen Mangel an Bibeln zu bekämpfen? Die menschlichen und finanziellen Mittel existieren bereits in der weltweiten Gemeinde. Also warum geschieht es dann nicht? Und wie können wir es schaffen, dass die Gemeinden und Missionen es nicht nur den Bibelgesellschaften überlassen, diese Herausforderungen anzugehen? Die weltweite Gemeinde ist da genauso gefordert.
Hindernisse
Die Existenz und Vielzahl der Sprachen ist der Grund für eine Reihe von Hindernissen. Drei wollen wir hier hervorheben:
Vielzahl der Sprachen
Mehr als 450[2] der 6,900 Sprachen, die in der Welt gesprochen werden, haben eine komplette Bibel. Sie repräsentieren mehr als 5 Milliarden Menschen. Diese Bibeln stellen ein gewaltiges mögliches Hilfsmittel dar für Evangelisation und Jüngerschaft.
Trotzdem haben mehr als eine Milliarde Menschen keine vollständige Bibel in ihrer Sprache zur Verfügung. Dies sind nicht nur bloße „Dialekte". Es sind unterschiedliche Sprachen. Von diesen Sprachen benötigen mehr als 2,000[3] eine Übersetzung, die aber noch nicht begonnen wurde. Bei fast 2,000 Sprachen ist eine Übersetzung in Arbeit. Weitere 1,510[4] Sprachen werden nur noch von jeweils weniger als 1,000 Personen gesprochen; einige dieser Sprachen sind fast ausgestorben, andere sind zu wenig erforscht, als dass man die Anzahl der Personen kennt, die sie sprechen, oder ob ein Bedarf für Bibeln vorhanden ist.
Sprachen von Minderheiten – zahlreich und an den Rand gedrängt
Die meisten dieser Sprachen werden von einer kleineren Bevölkerungsanzahl gesprochen. Wir nennen sie „Minderheitssprachen“. Oft gehören sie zu den Randgruppen ihrer Nation. Sie sind arm, nicht gut versorgt mit sozialen Diensten und haben wenig Platz im politischen Alltag, deshalb werden sie leicht übersehen. Nachdem die Anzahl der Minderheitssprachen groß ist, ihre Bevölkerungen aber klein, ist es schwierig für diejenigen von der „Mehrheitssprache" und –kultur, sie mit dem Respekt und der Aufmerksamkeit zu behandeln, die Gott für sie hat.
Mehrsprachigkeit – missverstanden von den Mehrheitskulturen
Um zu überleben, sprechen Menschen von Minderheitssprachen oft mehr als eine Sprache. Sie lernen meistens zumindest soviel von der Mehrheitssprache, dass sie auf dem Markt kaufen und verkaufen können. Ihre Fähigkeit, mehr als eine Sprache zu sprechen, vor allem die Mehrheitssprache, lässt diejenigen von der Mehrheitskultur fälschlicherweise glauben, dass sie die Mehrheitssprache gut genug verstehen, um ihre geistlichen Bedürfnisse mit der Bibel in der Mehrheitssprache zu befriedigen. Jedoch ist dies oft eine falsche Schlussfolgerung. Der Gebrauch von anderen Sprachen durch die Gruppen der Minderheitsvölker ist eine komplizierte Angelegenheit, die sorgfältige Studien benötigt, um festzustellen, welche Sprache oder Sprachen für sie am besten geeignet sind, Gottes Wort zu entdecken.
Brücken
Vielzahl der Sprachen
In Bezug auf die Vielzahl der Sprachen ist eine Brücke, herauszufinden, wer in Ihrem Umfeld keine Bibel in seiner eigenen Sprache hat. Viele von uns leben an Orten, an denen mehr als eine Sprache gesprochen wird. Wissen Sie als Leiter in Ihrer Stadt oder Region, welche Sprachen in Ihrer Umgebung gesprochen werden? Wenn Sie nicht sicher sind, wie Sie das herausfinden können, fragen Sie nach. Sobald Sie und die anderen christlichen Leiter die Bedürfnisse in Ihrer Stadt oder Region in Bezug auf notwendige Bibeln definiert haben, können Sie einen Plan entwickeln, wie diese Nachfrage gestillt werden kann. Verschiedene Partner, sowohl Gemeinden als auch Bibelgesellschaften, könnten Ihnen bei der Entwicklung eines solchen Planes behilflich sein.
Sie und Ihre Freunde könnten ein Programm organisieren, um einige mündliche Bibelgeschichten in einer Minderheitssprache in Ihrer Gegend zu entwickeln.
Sprachen von Minderheiten – zahlreich und an den Rand gedrängt
Sie können vielleicht keine der Sprachen identifizieren, die in Ihrer Stadt oder Region gesprochen werden. In diesem Fall können Sie in der örtlichen Universität oder einer Institution nachfragen, die Forschung an Sprachen und Kulturen betreibt. Sie können auch verschiedene Bibelgesellschaften bitten, herauszufinden, welche Informationen sie über Sprachen haben, die in Ihrer Nähe gesprochen werden. Vielleicht können sie Ihnen Vorschläge machen, was als nächstes getan werden muss und wie Sie helfen können.
Es ist wahrscheinlich, dass die Bibelgesellschaften zur Lösung der Bedürfnisse der Minderheitssprachen in Ihrer Nähe beitragen können. Aber noch wichtiger werden die Gemeinden überall in der Welt sein, die sich mit den Bibelgesellschaften zusammenschließen, um die Gemeinschaften dieser Minderheitssprachen zu erreichen.
Mehrsprachigkeit – missverstanden von den Mehrheitskulturen
Überall in der Welt ist es üblich, dass die Anwender der Mehrheitssprache glauben, dass alle Menschen, welche die kleineren Sprachen sprechen, auch die Mehrheitssprache beherrschen. Deshalb nehmen sie an, dass die kleineren Sprachgruppen keine Hilfe brauchen. Auch für die Gemeinden ist dies eine der größten Herausforderungen. Vielfach meinen Gemeindeleiter, die Gemeinschaften der Minderheitssprache verstünden die Mehrheitssprache, die in der Gemeinde gesprochen wird. Deshalb sind sie sich der spirituellen Bedürfnisse nicht bewusst, die nicht befriedigt werden, weil Sprecher der Minderheitssprache einfach nicht verstehen, was gesagt wird.
Die Herausforderung ist in diesem Fall, die Schlussfolgerungen der Gesellschaft um uns herum nicht zu akzeptieren. Wir müssen forschen und lernen, was die wirkliche Situation ist, um des Reiches Gottes willen.
3. Warum sind die Bibeln, die verfügbar sind, oft nur auf diejenigen begrenzt, die lesen können ?
Hindernisse
Wenn wir an die Bibel denken, stellen wir uns oft ein gedrucktes Buch mit Text vor. Also nehmen wir an, dass die Bibel etwas in geschriebener Form ist. Eine solche Form verlangt von den Menschen, dass sie Lesen lernen, um ihre Bedeutung zu verstehen, oder dass sie jemanden finden, der sie ihnen vorliest. Muss jemand gebildet sein, um ein Christ zu sein? Haben wir uns mit dem gedruckten Wort zufrieden gegeben, weil diejenigen von uns, die in der Leitung der Gemeinde stehen, gebildet sind?
Die Realität ist, dass es überall auf der Welt Milliarden von Menschen gibt, die in mündlichen Kulturen leben. Viele hatten nie das Bedürfnis, zu lesen und die meisten können nicht lesen. Dazu kommen diejenigen, die taub oder blind sind und besondere Aufmerksamkeit brauchen für die Herausforderungen, denen sie bei einem geschriebenen Text gegenüberstehen.
Wenn die Bibel nur in gedruckter Form verfügbar ist, werden diese Menschen daran gehindert, für sich einen Zugang zum lebendigen Wort zu erhalten.
Brücken
Um denjenigen zu helfen, die unfähig sind, gedruckte Bibeln zu gebrauchen, ist es eine Brücke, die Bibel in entsprechenden Medien und Formen zur Verfügung zu stellen für Anwender solcher Sprachen in Ihrem Ort. Diese Brücke könnte alle Technologien nutzen, die heute zur Verfügung stehen, wie Radio, Audio (CDs, MP3-Players), Video, Internet, Handys, genauso wie Methoden, um mündliche biblische Geschichten zu entwickeln.
Dieser Bericht hat einen kurzen einführenden Überblick geboten über die Herausforderungen des Mangels an Bibeln und einige der hauptsächlichen Hindernisse und Brücken, die damit verbunden sind.
Für speziellere Einzelheiten und Perspektiven über die Hindernisse und Brücken wird auf drei zusätzliche Berichte zu diesen Themen verwiesen:
1) Die Bibel in der Mission: Im Kampf gegen den Mangel an Bibeln – Hindernisse erkennen, eine geographische und soziologische Perspektive
2) Die Bibel in der Mission: Im Kampf gegen den Mangel an Bibeln – Hindernisse erkennen, eine persönliche und synthetische Perspektive
3) Die Bibel in der Mission: Im Kampf gegen den Mangel an Bibeln durch den Bau von Brücken
Beachten Sie auch das Buch „Translating the Bible into Action – How the Bible can be relevant in all languages and cultures“ („Die Bibel in die Tat umsetzen – wie die Bibel in allen Sprachen und Kulturen bedeutsam werden kann“)von Harriet Hill und Margaret Hill, Piquant Editions, 2008.
Wie würden Sie die folgenden Fragen beantworten?
1) Was denken Sie über diese drei wesentlichen Fragen?
Sind dies die wichtigsten Fragen, die Sie im Blick auf den ernsthaften Mangel an Bibeln stellen würden? Würden Sie noch weitere Fragen hinzufügen oder würden sie einige weglassen oder ändern? Warum?
2) Welche Beispiele von "Mangel an Bibeln" sehen Sie in Ihrem Dorf, Ihrer Stadt oder Region?
3) Welches sind einige der Hindernisse, mit denen Menschen in Ihrem Umfeld konfrontiert werden, wenn sie Zugang zur Bibel haben oder sich mit der Bibel beschäftigen wollen?
4) Wie ist Gottes Einstellung gegenüber den kleineren, an den Rand gedrängten Völkern der Welt und ihren Sprachen?
Multiplex-Resource-Team für „Die Bibel in der Mission: Im Kampf gegen den Mangel an Bibeln ”
Dr. Michael G. Bassous, Lebanon, Bible Society of Lebanon
Dr. John Bendor-Samuel, UK, formerly Wycliffe International and Forum of Bible Agencies International
Lucia Cheung, Hong Kong, Scripture Union
Ravi David, India, International Fellowship of Evangelical Students
Dr. Rev. Lloyd Estrada, Philippines, Wycliffe Bible Translators Asia
Richard Luna, Colombia, One Hope
Dr. Fergus Macdonald, UK, formerly United Bible Societies and Forum of Bible Agencies International
Dr. Michel Kenmogne, Cameroon, Cameroon Bible Translation and Literacy Association
Todd Poulter, USA, Wycliffe Bible Translators International
Saju George John, India, New Life Computer Institute
Rev. Sun-Chang Kwon, Korea, Wycliffe Bible Translators International
Naomi Swindon, Australia, Scripture Union
Chantal Tehe-Boa, Ivory Coast, International Fellowship of Evangelical Students
Dr. Rev. Erní Walter Seibert, Brazil, Brazil Bible Society
Coordinator: Dr. John Watters, USA, Forum of Bible Agencies International (FOBAI)
© The Lausanne Movement 2010
[1] Siehe Ethnologue unter http://www.ethnologue.com, wählen Sie “ Browse the Web Version" (Web Version anzeigen) und dann “ Statistical Summaries " (Statistische Zusammenfassungen). Siehe auch http://www.wycliffe.org/About/AssociatedOrganizations/WycliffeInternational.aspx und wählen Sie bei “ Translation Statistics" (Übersetzungsstatistiken) die Seite von Wycliffe Bible Translators International.
[2] Siehe die United Bible Societies unter http://www.biblesociety.org/index.php?id=22
[3] Siehe http://www.wycliffe.org/About/AssociatedOrganizations/WycliffeInternational.aspx
[4] Siehe Ethnologue unter http://www.ethnologue.com.
Deutsch Translation by: LGC_Translation
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Stichwörter: Schrift, Bibel Armut, Barrieren, Brücken, Verständnis, Analphabetismus, Mündlichkeit
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Vereinigte Staaten von Amerika
What an awesome article on Bible poverty and how many who don’t have access to the gospel go unoticed. Also, as it relates to Bible poverty in the context of the United States, there are many who are extremely poor when it comes to Biblical truth and when it comes to access to good teaching and interpretation of scripture. It’s one thing to have the word of God, it’s another to have a good teacher walking you through the gospel.
07.05.2013
Vereinigte Staaten von Amerika
Thank you for a very informative paper. However, It is a serious problem when, according to the article, more than one billion people don’t have adequate Scripture written in their language.
03.07.2011
Gabun
Je bénis le Seigneur pour cet excellent article, surtout pour le caratère pratique qui l’entoure. mais j’ai remarqué que l’auteur signale qu’il n’existe pas de portion de texte biblique pour les Fang du Cameroun. Je suis Fang du Gabon et je sais qu’il existe au moins deux versions de la Bible entière en fang: une en Bulu pour les Fang du Cameroun et une dite "en Fang" pour ceux du Gabon". Je me permets donc de contester cette assertion, à moins de préciser le dialecte fang dont on voudrait parler. Car, il faut reconnaître que ce groupe ethnique est grand (il s’étend sur au moins 4 pays d’Afrique centrale) et comprends plusieurs dialectes. je vous remercie.
14.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
@ Nesmy:
Merci Nesmy pour ton commentaire sur la langue fang. J’ai appri quand je suis arrive au Cameroun en 1973 que la langue bulu au Cameroun et la langue fang au Gabon ont une bible traduit dans leur langue. La reference dans cette article concerne le "befang" qui se parle dans le nord-ouest du Cameroon. Cette une petite langue vraiment differente que la langue bulu ou fang.
Thank you Nesmy for your comments on the Fang language. I learned when I arrived in Cameroon in 1973 that the Bulu and Fang languages each had a Bible translated into their language. The reference in the article concerns the "Befang" which is spoken in the North West Province of Cameroon. This small language is truely different from Bulu and Fang.
18.11.2010
Gabun
@ Nesmy: Merci Nthobamba pour cet éclaircissement. J’ai déjà entendu parler des "Befang"et je comprends mieux la pertinence de l’affirmation de l’orateur. Je crois donc que soit j’ai mal lu, soit la version française du document porte quelques coquilles. Shalom!
19.11.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
I appreciate the depth of passion reflected in this insightful paper. "The lost" can often be a faceless mass - thank you for helping us see them and begin to enter their world.
I also love the prophetic word to those of us in the west. I am appalled at the biblical poverty in my own community and the resistance to address it. It seems like everyone wants to eat spiritual fast food rather than feast on the Word.
13.10.2010
Australien
Thanks for your great work with this article ... so many angles on Bible poverty, each requiring such diverse responses.
29.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Thank you for your good information to make us think through the questions you have posed. It is indeed unfortunate that we in the US are "starving" and do not realize it. The living Word of God is so available and yet we do not take the time to read it.
I believe that reading the word and hearing the word are both important. We all have different learning styles and some do better with the spoken word. We’ve recently given out CD copies of the New Testament to our congregation, produced by Faith Comes By Hearing - they also produce and distribute the Proclaimers which are solar powered recorders of the Scripture in the languages of people groups that have been translated by Wycliffe Bible Translators to be used in villages without electricity and without literacy.
Our hope for our CD distribution, is that our people will listen to the Word and begin applying it to their lives. In addition, my hope is that they will also then open their actual Bibles and read the living Word in their homes and offices. Using technology such as the Bible apps for phones may also help.
But, is it not really a heart issue with us in the West? Why have we allowed the enemy to use our "laziness" for reading the Scriptures to become one of his most powerful tools? Until our people hunger for the Word of God, until it becomes the most important thing in their lives besides prayer to our Father, we will continue to "starve" even though the food is right there in front of us.
Wake up brothers and sisters! We need to examine our hearts. How many of you today read your Bibles? How long did you read them and how will you apply what your read? Have you spent more time on the computer reading through these documents, than you have with our Lord?
26.09.2010
China
Thank you for your article and insightful views. I agree with you that the linguistic and cultural identity of a minority culture can be misunderstood by its surrounding majority cultures. However, while it may be true that many ethnic minorities cannot speak the language of wider communication (LWC) well enough to understand the bible, there is substantial language shift in some parts of the world, where younger people who are schooled in the LWC can speak the LWC and their own minority languages equally well. More language survey needs to be done to ascertain the prevalence of this phenomenon.
25.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
I am grateful for the careful thinking and multiple perspectives that are incorporated into this article. I especially appreciated the recognition of the needs of the blind and the deaf as we work towards providing greater access to Scripture for each person. The insightful recognition of the barriers was quite good.
I wish the article had given a bit more attention given to the beauty, power, authority, and goodness of the Scriptures. I also wish there had been more recognition of the tremendous progress that has been made in developing new translations and formats of the Bible over the centuries.
Some further questions:
What if Bible publishers in wealthier countries added $1-5 to the cost of some versions of their Bibles and advertised that this surcharge will be donated to Bible translation agencies? This is parallel to the fair trade and green/environmental consumption movements.
How can smaller church communities be networked together to advance Bible translation in their area? Many smaller churches might (rightly) feel underresourced for this task and need facilitation to partner with others for Bible translation in their city or area.
Thanks again for the thoughtful article.
14.07.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
@ Carson_Weitnauer:
Hi Carson, You point out some very important matters that could have been included in the article: the qualities of the Scriptures and the progress made in Bible translation especially over the past two hundred years. The challenge in writing the article was to provide a clear focus within a limited number of words. There is so much that could be said about the extraordinary nature of Scripture and about God’s blessing us with Scripture in over two thousand languages and multiple formats and media.
Your idea about a parallel to the fair trade agreements is a good one. The publishers of the New Living Translation (NLT) have for years given something like 10% of the purchase price of their Bible to the wider Bible translation cause. Other agencies raise funds specifically to subsidize Bibles in languages with smaller populations. Other agencies use income from their English translations to help meet the costs of Bibles for smaller languages. But much more could be done, and the explicit, public program you suggest could raise significant revenue for those places where Bibles are still too expensive.
The networking of smaller churches to make a difference in their city or region is a wonderful dream. Together they could bring resources to the task at hand in ways no one of them could do alone. I trust at the Congress many will catch the vision you have for smaller churches joining hands in just this way and for this purpose.
Ntobhamba
21.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
I found the discussion of how "entertainment" distracts from Scripture fascinating, and I would add my $0.02 by addressing the topic of popularity in regards to Scripture.
I have found that it is generally unpopular to believe in God, Jesus, and The Holy Spirit, let alone hell and the enemy. I personally have several friends who are immersed in vague-spirituality as you mentioned above, and the issue of "openmindedness" is always brought up. The question at had (at least for me) is ’how can we teach how Jesus is the Way, the Truth, and the Life in an increasingly pluralistic society?
Great article, by the way.
15.09.2010
Ghana
I recently read in Lausanne Worldpulse that only 138 language groups have no Christians and no portion of the Bible in a language they understand. This seems like a cause for rejoicing. How important is it that the Bible be translated into each language? A discussion of priority languages might be a worthwhile insertion into your paper. Thanks!
13.09.2010
Brasilien
Muito interessante e desafiador este artigo! Num primeiro momento causa incômodo, pois vivo num país com liberdade religiosa, com mais Bíblias do que o número de habitantes brasileiros e com versões diversas, o que demonstra nossa pobreza bíblica, pois muita transformação já deveria ter acontecido em prol do Reino, ainda que o número de evangélicos nos país tenha aumentado. Por exemplo, apesar de tantas Bíblias, existem vários povoados esquecidos, ainda não alcançados pelo Evangelho no nordeste brasileiro, onde não há acesso à Palavra de Deus: quilombolas, indígenas, sertanejos. Somente o agir do Espírito Santo de Deus é capaz de tocar corações que se disponham a ir a estes povos mais simples. As pessoas estão cada vez mais fechadas em seus mundos, egoístas, e isso afeta inclusive muitos pastores e missionários que acabam acomodando-se em igrejas que lhes pagam bons salários. Mas louvado seja Deus que ainda há os que abrem mão de conforto para servir! Mas a seara continua sendo grande...
No nordeste, o catolicismo voltado à idolatria à Maria, Padre Cícero, Frei Damião e inúmeros outros ‘santos’, é uma barreira à erradicação da pobreza bíblica, pois não é interessante para a Igreja Católica abrir os olhos das pessoas quanto a tantas mentiras. As pessoas, envolvidas nesta cegueira espiritual, não tem dificuldade em aceitar a Jesus Cristo, mas tem em abrir mão dos outros deuses. Claro, muito têm mudado, pessoas têm sido convertidas ao Evangelho, graças à ação do Espírito. Mas ainda há muito por fazer.
Que Deus ajude a Igreja Brasileira a ser sal e luz nessa realidade, de forma a deixar-se ser impactada por Ele e a impactar os que nos cercam, começando em nossa nação, até os confins da terra.
09.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
I put the BIBLE on a graph, the simple reason is for the realization that most people in the world aren’t wealthy, educated, and living as securely as us WASP’s.
The other thing is that by the use of color instant
recognition can be understood between the dark and the light; Matt. 6:27&28. It builds upon dark/light as a theme and leads towards having the "mind of Christ" and the power given to believers; John 1:12.
Write to me at preston.mathews@att.net for more info and the graph’s.
Preston
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05.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Version:1.0 StartHTML:0000000175 EndHTML:0000004833 StartFragment:0000002361 EndFragment:0000004797 SourceURL:file://localhost/Users/lkeeney/Desktop/Advance%20paper.doc
Of the three major questions listed on page 2 of this advance paper, question #1 deals with why various cultures aren’t able to understand the scriptures when they are available, while questions #2 and #3 deal with the more practical (and in some ways easier) issue of how to get the scriptures to people who don’t have them. The first question requires that we investigate seemingly esoteric things like post-modern philosophy, the nature of truth, and how (not to mention why) 21st century culture should interact with an ancient narrative.
Being from a country that has plenty of access to scripture, my personal experience with Bible Poverty has fallen exclusively into the why category. Many of the believers that I know are uncomfortable with exactly how to read the Bible because it seems so foreign to them. In addition, some suffer from the consumerist attitude that if something doesn’t provide instant, practical advice that improves their lives, it’s not worth their time. At the other extreme, my agnostic friends lump the Bible in with all things labeled “Christian” as irrelevant to the 21st century and consider themselves very open-minded and tolerant because they subscribe to the idea that all paths lead to God.
While all three of the major questions listed on this paper are certainly relevant, it may be helpful to make question #1 a separate topic of discussion from the other two, especially when diving into the complexities of the modern and post-modern worldviews that make engaging the Bible so challenging.
22.06.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
@ LCKeeney: Hi LC Kenney,
Thanks for your response. Sorry it has taken me so long to respond.
I would agree that there are important differences between the first priority and the other two priorities. Certainly the first priority calls for special attention along the lines you suggest. The other two priorities can appear to be simply matters of pragmatics.
The driver that brings the three priorities together is that they relate to three major contexts around the globe in which people are kept from accessing the Scriptures. Another thing that brings them together is that they all involve social assumptions or values: in the first case negative values assigned to the Scriptures, in the second negative values assigned to the people who speak minority languages, and in the third negative values assigned to those who cannot read. These values can lead to conclusions such as "Why bother with an ancient text?" "Why bother with languages spoken by small numbers of people?" "Why bother with people who cannot read?"
Ntobha mba
19.08.2010
Australien
This paper, in addressing Bible poverty, ecourages the promotion of Scripture, the authoritative sacred text for Christians and raises its profile. Some of the barriers have been identified. There are several others that contribute to Bible poverty, particularly in the western world.
The first is the selectivity with which Scirpture is read due to the influence of one’s own cultural biases, assumptions and perspectives. A good example is how the influence of affluence impacts on the way people see the place of the poor in Scripture, despite the 2,000 references there are in the Bible. I wonder what other areas of selectivity there are? Often there is a ’blind’ spot to such issues.
Therefore we need to have the whole picture from Genesis to Revelation. This can be communicated through narrative and experiential activities. I present a 45 minute session where there are 5 stations which participants engage with - the creation scene, building a tower to represent Babel, images of Mt Sinai, a cross and a throne with a crown - as they journey through the narrative it becomes more real for them.
Another issue is the way the Scriptures are taught, particularly in small groups. The empwoerment of believers to read and study Scripture is vital so they gain the confidence to do so through the leading of the Holy Spirit rather than be passive and rely on the teaching coming from particular leadership. This can promote a rigourous engagement with the text in light of the context.
It is pleasing to see the strong emphasis on Bible translation. Dynamic equivalent ones are important as this helps believers to want to read Scripture and engage with it. Also it will aid the sustainability of the indigenous faith communities and prevent them blowing with the wind as they are confronted by popular and trendy theological teaching or programs. It will help them address faith issues that can be perceived to be syncretistic. This applies just as much in the western world as the majority world.
This multiplex will be very interesting in Cape Town.
12.08.2010
Australien
This paper, in addressing issues related to Bible poverty, encourages reflection on the importance of ensuring this authoritative sacred text is able to influence the lives of believers in all areas of Christian life, not just selected areas that are popular and trendy, which is another area of biblical poverty. One area for western believers where there is selection relates to God and the poor. The cultural eyes arising from affluence influences this. What are the areas for the majority world believers in which cultural systems impact on the selectivity of reading Scripture?
Another barrier that needs to be overcome is the way Scripture is used in educating believers and discipleship. The big picture of Genesis to Revelation needs to be painted and told, not just orally but through drama and experiential learning. I do a 45 minute session using 5 stations and walk the groups through a creation activty, building the Tower of Babel, imagining being on Mt Sinai, taking the cross to scattered people groups and assembling around the throne. This is very powerful.
Believers need to be empowered and encouraged in reading and studying the Scriptures for themselves rather than rely on what leadership understand the text to mean. A passivity is thus promoted. I appreciate that this is extra difficult in contexts of orality. How can this be overcome?
It is pleasing to see the emphasis on Bible translation globally. This is a significant need if indeignous churches are to add depth to their teaching, theological contextualization and discipleship and become sustainable in thier faith. Christian understanding will become strong and will not blow where the wind may blow, thus withstanding inappropriate and misleading teaching and theology. Having the Scriptures in one’s own language is invaluable and will help empower indigenous believers.
This will be an interesting multiplex at Cape Town.
12.08.2010
Taiwan
So sorry about the double posting again. I didn’t know that to add a new comment, I had to leave the website and enter it again. If anyone knows how to delete the duplicated letter please do!
Wanted to add something about Bible translation. I am extremely grateful to Bible translators. However, I would love to plead for my teamwork in terms of how it is done. Let me explain.
Where my brother has served for 8 years there is still not any printed scripture in the local language. There are (sadly) two different translation teams because they couldn’t agree on the name for God (and probably other reasons). So instead of double the work getting done, there still isn’t any.
5 years ago I had the privilege of leading a storying and evangelism training week there. At least 2 of the translators were present. I begged them to translate the Bible in an order that made sense for evangelism. That is, NOT 4 gospels and letters first. I said that from the point of view of evangelism that what is needed is Genesis 1-Exodus 20 and then Luke and Acts. If pushed, I might then suggest the rest of the OT narrative and Psalms/Proverbs before any more gospels and letters. The majority of the world struggles with the abstract thought in many of the letters. The stories cover the doctrine sections.
My begging didn’t achieve anything. Both teams are I believe, still working on the 4 gospels. What will happen when both are released and don’t agree on the name for God?!
The translation story I’ve most been encouraged by lately is for a people group in the western Middle Kingdom. The project manager is not a translator but an evangelist/disicipler. They have a team of people working on 4 books at a time. They did do the NT first but at least they did it quickly and are now doing narratives and Psalms. The outside of the NT is culturally appropriate in colour and decoration. I am sure it is not perfect but at least there is scripture in their language. Sometimes our desire for perfection means that nothing is ever produced. What use is that? I know that if I worked in my brother’s country I would have done my own translation of the story sections and the 4 books suggested above and self-funded their printing, just so that the people had something to get started reading once they’d heard the Bible stories.
05.08.2010
Taiwan
Thank-you for your article. I have decided to attend your elective because your article was far more practical that some of the others, even though it wasn’t my first preference for topic.
* In my context (town of 50,000 in southern Taiwan), people don’t read the Bible for these reasons.
1) The would never think it had relevance to them because no one has ever shown that it does and they have their own religion
2) Even if they were interested it is a scary looking book to people that don’t read (black, plain cover, no pictures except the Good News Verion -which is the one I use) and small characters (I get lots of complaints about that) and about 5 cm thick. For people who are often functionally illiterate (not choosing to learn by reading and who have probably never read a book in their lives) it is too daunting.
Here are some things we’ve done to help:
a) Have prepared scripture portions with a nice picture on cover and using larger characters, Good News version with line drawings and cut out the chapter/verse numbers. The one I give out most often is Genesis 1-3. I almost never just give it out, but rather open it and read the beginning with them to give them confidence that they can.
b) I have a set of 7 comic books covering the main narrative sections of OT and NT and with which I’m about 90% happy -the author had a difficulty with sin in his heroes and so renders the Samuel/Kings one nearly unusable by leaving out the David & Bathsheba story and in my mind thus making David perfect. Same with Abraham but all others are great. Many of the locals love reading these.
c) To deal with all issues, we start with Bible story telling first. So we work to convince people that the Bible is relevant and interesting. Then over time the other problems solve themselves. I generally find that people will go on to want to read the Bible. Some start with scripture portions and comics and others jump straight to an ordinary Bible.
Unfortunately many local churches insist on the older version and this limits their ability to communicate. The Bible is often taught in abstract, non-relational ways. They bore me and so I’m not surprised that non-Christians aren’t attracted! As I’m always pointing out the Great Commission no where commands us to provide entertainment to attract people IN. Rather, we are commanded to GO OUT.
I will be doing a ’dialogue session" (seminar idea) on storying and "evangelism everyone enjoys -especially the unbeliever" at the convention.
05.08.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Under the first question, the last two barriers were left open to suggestions for bridges. I’d like to offer some thoughts on the first of those, “Beliefs about what can be known.”
This label describes a spectrum of people ranging from those who might embrace a philosophy of severe epistemological skepticism to those who feel merely a vague agnosticism when it comes to ultimate Truths. Such a philosophy – at whatever level it exists – poses but the first part of this problem. The second is this: skepticism at any level implies unfamiliarity with Truth: it is far easier to convince me that there is no such thing as a hippopotamus if I have never encountered one. The same, I think, is true of Truth.
The bridge must answer both problems. We must be willing to dialogue philosophically with our neighbors to the degree that philosophy is pertinent. (which may be high or low, and philosophical objections to knowledge can sometimes be a front) We must do so in a way which transcends a modern notion of ‘apologetics’ and encourages discussion about the nature of Truth. (K. Kandiah’s article, “Rethinking Apolegetics with Newbigin” offers excellent reflections on this.) Our answer to the problem must also present Biblical Truth in a way such that it is recognizable as Truth – I suggest in the form of a transformed community which proclaims the Bible: first proclaiming within the community, one-to-another in joyful abundance, and then overflowing to proclaim to others outside the community. This act of Bible-transmission becomes, itself, the demonstration of the Bible’s truth, evidenced in a transformed community. In any method, proclamation to this demographic should not merely assert the truth of Scripture, but its manner should testimonially demonstrate it as well.
04.07.2010
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