Autor: David D. Ruiz M. M. A.
Datum: 30.07.2010
Category: Partnerschaft
Anmerkung der Redaktion: Dieser Vorabbericht zu Kapstadt 2010 wurde von David D. Ruiz M. verfasst und stellt eine Übersicht dar zum Thema „Partnerschaftliche Zusammenarbeit im Leib Christi: Zu einem neuen Gleichgewicht“, welches bei der Vormittags-Plenumssitzung diskutiert wird. Stellungnahmen zu diesem Bericht durch die Lausanner globalen Gespräche werden an den Autor und andere Personen weitergeleitet und sollen dabei helfen, die endgültige Präsentation beim Kongress festzulegen.
„Gleichgewicht” ist heutzutage ein schwieriger Begriff. Die Ungleichheiten unserer Welt haben die umfassenden Unterschiede in allen Gesellschaftsschichten anschaulich dargestellt. Diese haben uns verändert, uns aufgeteilt in reiche und arme Länder, in entwickelte oder unterentwickelte, in moderne oder rückständige Gemeinschaften, in Länder der Ersten und der Dritten Welt. Selbst die Effektivität des Evangeliums hat uns gespalten. Während einige Gemeinden Unsummen für palastähnliche Gebäude ausgeben (im Globalen Norden ebenso wie im Süden), können andere ihren Pastoren noch nicht einmal ein angemessenes Gehalt zahlen bzw. ihre Missionare mit Würde unterstützen.
Wir müssen uns fragen, ob dieser Begriff „Gleichgewicht” das meint, was wir vor Augen haben, wenn wir von einer globalen Zusammenarbeit in Sachen Gottes Mission sprechen. Aber dieser Begriff ist vorgegeben, und ich muss mich damit auseinandersetzen.
Ist es möglich, den globalen Mangel an Gleichgewicht zu korrigieren?
Wenn wir uns mit dem biblischen Text beschäftigen, wird klar, dass Ungleichgewicht ein wiederkehrendes Thema ist, ein schicksalhaftes Vermächtnis des Sündenfalls, der uns bis an das Ende aller Zeiten begleiten wird – leider. Jesus Christus hat selbst gesagt: „Die Armen habt ihr allezeit bei euch” (Johannes 12,8). Wenn unser Herr in aller Herrlichkeit wiederkommt, wird er die Nationen zu diesem Thema befragen (Matthäus 25,34-40). Im Gleichnis von dem Weizen und dem Unkraut zeigt er, wie wir mit den Kindern des Bösen koexistieren müssen (selbst in der Gemeinde), und das wird Ungleichheiten noch vervielfachen (Matthäus 13). Diese Situation wird sich erst in dem Moment wirklich verändern, in dem wir Gottes himmlische Stadt vom Himmel herabkommen sehen, das neue Jerusalem, die Stadt der Gerechtigkeit. In Offenbarung 21 lesen wir, dass die Ausmaße der Stadt ausgeglichen sind (21,16), ebenso wie die Zugangswege, mit jeweils drei Toren für jeden der vier Kardinalpunkte (21,13). Hier wird es nicht mehr Licht und Schatten geben, nur noch Licht (21,23); alle haben dieselbe Beziehung zu Gott. Er ist Gott dieser Stadt und alle Einwohner sind seine Kinder, die unter gleichen Bedingungen dort leben werden (21,7).
Ursachen für Schmerz und Möglichkeit. Die Abwesenheit von Gleichgewicht in der Welt sollte für die Gemeinde konstante Ursache für Schmerz sein, gleichzeitig aber auch konstante Möglichkeit. Die Armen geben uns die Gelegenheit, als Gemeinde eine Fülle von guten Werken zu tun und dadurch Segen zu empfangen (2. Korinther 9, 8-10). Unterentwicklung und die damit zusammenhängenden Probleme helfen uns, Barmherzigkeit zu demonstrieren und die uns von Gott verliehene Kraft auszuüben, um jegliche Krankheit zu heilen und seinen Auftrag auszuführen, der uns auffordert, sein Reich mit Barmherzigkeit und Liebe zu bauen (Matthäus 10,7-9; 25,45). Außerdem ist das eine großartige Gelegenheit, das Evangelium zu verkünden.
Ein Modell für Gleichgewicht. Die Gemeinde Jesu Christi kommt dem am nächsten, was die Welt jemals an Gleichgewicht sehen und erleben wird. Das zeigen ihre Ursprünge in der Apostelgeschichte (2,41-47; 4,32-35). In Zeiten wie den unsrigen zeigt die Bibel, dass die Gemeinde das Potenzial dazu hat, zu einer Brücke zu werden, die verbindet, aber auch den Abstand mindert zwischen denen, die als Folge dieser unausgeglichenen Situation leiden. So wird die Gemeinde zur Quelle der Hoffnung für die Menschen, indem sie Methoden zum Bestreiten des Lebensunterhalts anbietet, aber auch die übernatürlichen Mittel für körperliche und geistliche Gesundheit (5,12-16).
Der wichtigste Beitrag der Gemeinde ist jedoch die künftige Hoffnung, die das Evangelium Jesu den Menschen bietet. In diesen Abschnitten der Apostelgeschichte sehen wir, wie Reiche und Arme, Akademiker und Bettler sowie Menschen unterschiedlicher Herkunft und Volkszugehörigkeit in der Lage waren, Ungleichheit anzugehen. Das beweist, dass im Evangelium Jesu Christi immer Hoffnung für alle ist, ungeachtet ihres wirtschaftlichen oder sozialen Status oder ihres ethnischen oder kulturellen Hintergrundes. Die Gemeinde kann globales Ungleichgewicht benennen und angehen und darin kooperieren.
Leider dauert es nicht lange, bis die Apostelgeschichte von Spaltungen in der Gemeinde Christi berichtet. In Kapitel 6,1 lesen wir von Spannungen, die sich bei der Verteilung von Lebensmitteln ergeben, und von denen besonders Witwen unterschiedlicher Volkszugehörigkeit betroffen sind. Die Apostel erzielen schnell eine Einigung und schlagen ein Verfahren vor, von dem die gesamte Gemeinde profitiert. Sie widmen sich dem Predigen des Wortes, während die Gemeinde eine Gruppe von Männern einsetzt, die über die notwendigen Charaktereigenschaften verfügen, um diesen Dienst verantwortlich versehen zu können. Von diesem Moment an war den Aposteln klar, dass von ihrer Seite konstante Mühe und Hingabe erforderlich sein würde, um die Einheit der Gemeinden zu erhalten. So würde die Gemeinde der Welt auch weiterhin ein Beispiel für größtmögliche Gleichgewicht–Gleichheit geben, und sie würde wirksame Antworten und Unterstützung zu bieten haben für die verschiedenen Folgen der schlimmen globalen Ungerechtigkeit des ersten Jahrhunderts.
Die Spaltung in der Gemeinde
Die Gemeinden Christi sehen sich der Herausforderung gegenüber, die Einheit zu erhalten und haben dies immer getan. Im ersten Korintherbrief bezeugt Paulus diese Realität; der Brief richtet sich an eine gespaltene Gemeinde. Von Anfang an können wir sehen, dass der Anlass dieses Briefes Berichte über Streitigkeiten zwischen Gläubigen waren (1,11) und als Reaktion auf Fragen gedacht war, bei denen es um die durch diese Streitigkeiten geschaffene Realität geht.
Die Gemeinde in Korinth kann als Katalog unterschiedlicher Arten von Spaltung angesehen werden, die in der Gemeinde Christi auftauchen. Zum Beispiel: „Spaltungen” (schisma = Trennung, Risse)[1] in 1,10; 12,25; „spalten, zerreißen oder zerfetzen”[2] bedeutet, dass einer von den anderen getrennt ist in Gedanken und im Geist. Wir sehen auch „Zank” (erides = ungebührliche Kämpfe)[3] in 1,11, wo jeder einer anderen Clique angehört. Weiter geht die Liste mit „Eifersucht” (zelos = kochen)[4] in 3,3, wo es zu Bitterkeit aufgrund ungerechter Behandlung kommt (im Vergleich zu anderen). Und schließlich finden wir noch „Rechtsstreitigkeiten” (krimata = Kämpfe) in 6,6-7, mit denen juristischen Schlachten unter Christen gemeint sind.
Wir sind vielleicht versucht zu sagen, dass Spaltungen in Gemeinden und christlichen Organisationen von den Nichtchristen herrühren, die zu diesen Körperschaften gehören, aber wir müssen bekennen, dass Spaltungen in der Gemeinde unseren eigenen Mangel an Reife zeigen. Meinungsverschiedenheiten und Spaltungen beweisen, dass wir noch fleischlich sind (3,3; 11,19). Spaltungen sind Beweis für eine egozentrische Haltung; anstatt anderen zu dienen, dienen wir lieber uns selbst (10,24). Die Einstellung, dass andere wichtiger sind als wir, ist uns nicht in die Wiege gelegt, und wir müssen hart daran arbeiten, die Einheit des Geistes zu erhalten (Eph. 4,3).
Selbst wenn uns klar ist, dass das globale Ungleichgewicht nicht vollständig korrigiert werden kann, kann die Gemeinde es nicht trotzdem angehen? Können wir nicht Modelle präsentieren, die extreme Kontraste mildern? Welche Rolle hat Missions-Kooperation in diesem Prozess gespielt?
Die Entstehung von COMIBAM
Die iberoamerikanische Missionsbewegung[5] , bekannt als COMIBAM (Cooperación Misionera Iberoamericana— Dachverband iberoamerikanischer Missionswerke) ist ein Beispiel für eine mögliche Kooperation, für eine gemeinsame Arbeit von Gemeinden. Wenn das funktioniert, hat ihr Beitrag unabsehbare Folgen. Nur so lässt sich die Existenz dieses regionalen Netzwerkes erklären, das in der gesamten Region 25 Länder, über 400 Missionsagenturen und missionarische Schulungszentren und zahllose Ortsgemeinden vereint.
1984 begannen erste Planungen für den iberoamerikanischen Missionskongress (COMIBAM), der 1987 mit mehr als 3100 Delegierten aus sämtlichen Ländern Lateinamerikas stattfand. Während der erste Kongress von CONELA unterstützt wurde (der damaligen Abteilung der WEA für diese Region) gewann die Missionsbewegung ihre eigene Identität und hatte schließlich eine größere Repräsentation als CONELA.[6] Von da an arbeitete COMIBAM unermüdlich, um die Entstehung einer aktiven Missionsbewegung in der Region zu fördern.
1997 fand ein zweiter Kongress in Mexiko statt, um die iberoamerikanische Missionsbewegung zu bewerten und eine Vorausschau zu wagen, ein Ansatz, der im missionarischen Prozess selbst gründete. Der Kongress in Mexiko veränderte die Bewegung, ein Prozess der “Iberoamerikanisierung” begann, und Pläne zur Regionalisierung Iberoamerikas entstanden, die die Entwicklung potenzieller nationaler Missionsbewegungen ermöglichten. Ein neues administratives Modell war geschaffen. Ein gesunder Übergang in der Leitungsebene wurde durchgeführt, um COMIBAM bei den nationalen Basisbewegungen zu stärken.
Der dritte Kongress von 2006 fand in Granada, Spanien statt. Hier zeigte sich, dass die iberoamerikanische Missionsbewegung größer war, als wir uns vorgestellt hatten, und dass ihr Einfluss sehr viel weitreichender war, als wir je zu träumen gewagt hatten. Durch die aktive und entscheidende Anwesenheit von mehr als 280 aktiven Missionaren, die in über 60 Ländern ihren Dienst taten, konnten wir sehr viel besser verstehen, in welchem realen Umfeld unsere Missionare lebten und arbeiteten. Außerdem erkannten wir voller Demut, dass der Geist des Opfers der beste Antrieb für unsere Missionskraft ist, selbst inmitten von finanziellen Problemen, unzureichenden Missionsstrukturen und mangelnder Betreuung durch die aussendenden Gemeinden.
COMIBAMs Beitrag im Laufe der Jahre
Missiologische Reflexion: Seit 1984 erzeugt COMIBAM eine Dynamik, die die iberoamerikanische missiologische Reflexion positiv beeinflusst hat. Sie hat die Entwicklung einer wachsenden Generation von Missionaren, Missiologen und Missiologiestudenten gefördert, deren Zahl stetig wächst. Die schriftlichen Beiträge sind jetzt ein Vermächtnis, durch das wir die neue latein(amerikan)ische und globale Missionswelt besser verstehen können.
Die zentrale Bedeutung der Ortsgemeinde: Ein weiterer wichtiger Beitrag kommt von mehreren tausend Ortsgemeinden, die in den missionarischen Prozess mit eingebunden sind und die die Mehrheit der lateinamerikanischen evangelikalen theologischen Strömungen repräsentieren. Auf dem Kongress in Spanien wurde darüber informiert, dass diese Gemeinden die iberoamerikanische Missionsbewegung monatlich mit 4 Millionen US-Dollar unterstützen.
Eine Missionskraft: Ein weiteres wesentliches Ergebnis ist die stetige Zunahme lateinamerikanischer Missionare (über 15 Prozent pro Jahr), deren Gesamtzahl sich jetzt auf mehr als 12,000 beläuft. In über 60 Ländern arbeiten sie in Gemeindegründungsprojekten bei den bedürftigsten und vom Evangelium noch am wenigsten erreichten Volksgruppen.[7] COMIBAM ist inzwischen ein historischer Orientierungspunkt hinsichtlich des Prozesses, missiologische Reflexion mit der Realität der iberoamerikanischen Gemeinde zu verbinden.
Ein Paradigmenwechsel: Zu den wichtigsten Beiträgen von COMIBAM gehört vielleicht die Verringerung des Abstands zwischen traditionell aussendenden Ländern und denen, die hier „neu im Geschäft" sind. Dazu hat COMIBAM auf unterschiedliche Art und Weise beigetragen. Erstens wurde die iberoamerikanische Missiologie mit der bereits global stattfindenden verbunden und damit das Recht erworben, als gleichberechtigter Partner mit an den bekanntesten “Runden Tischen” der evangelikalen Welt Platz zu nehmen. Zweitens wurde in großer Konsequenz ernsthaft und bewusst versucht, die Missionskraft der Ortsgemeinde zu erkennen. Dadurch wurde diese Stimme respektiert und aufmerksam angehört.
Drittens hat die COMIBAM intensiv daran gearbeitet, einen Austausch zu ermöglichen, durch den Beiträge und Lernerfahrungen von Missionsthemen mit Missionsbewegungen in anderen Regionen der Welt zusammengebracht werden können. Zusätzlich hat COMIBAM sich aktiv am missiologischen Dialog mit anderen neu entstehenden Missionskräften im Globalen Süden beteiligt. Zusammen haben sie einen Raum geschaffen, in dem über Themen wie Gemeinde, Missionsbewegungen und missiologisches Wachstum in der Mehrheitswelt nachgedacht werden kann. Und der letzte Punkt: COMIBAM hat bei der Entwicklung einer Missionskooperation und auch bei der Entwicklung von strategischen Allianzen zwischen entstehenden Missionskräften eine Vorreiterrolle eingenommen, die für den missionarischen Austausch und die missiologische Reflexion einen enormen Schub bedeutet.
Wir sind uns sicher, dass die Rolle der COMIBAM in den vergangenen 15 Jahren wesentlich dazu beigetragen hat, die Kluft zwischen westlichen Missionskräften und dem Rest der Welt zu überbrücken. Sie hat geholfen, das Ungleichgewicht zwischen den neu entstehenden Missionskräften im Globalen Süden und denen im Globalen Norden zu korrigieren. Und vor allem hat sie in der Missionsgemeinschaft der globalen Gemeinde ein Bewusstsein geschaffen, das eine klare Tatsache bestätigt: Die Gemeinde in der Welt ist eins und Gott kann sie machtvoll gebrauchen – unabhängig von Standort und Tradition.
Schwierige Lektionen bezüglich der Einheit
Als Ergebnis dieser kurzen aber fruchtbaren Erfahrung können wir festhalten, dass Zusammenarbeit eine Alternative für ein besseres Leben bietet, dass sie aber nicht zum Nulltarif zu haben ist. Zusammenarbeit hat ihren Preis, und das kann jeder bestätigen, der am COMIBAM-Prozess teilgenommen hat. Wenn wir uns wieder dem Korintherbrief zuwenden, wird Paulus uns auch weiter lehren. Aber jetzt sind es die schwierigen Lektionen über eine Einheit, die einer Gemeinde präsentiert werden muss, die in diesem Bereich ein ernsthaftes Problem hat.
Der Preis der Einheit. Einerseits ist Einheit ein Beweis dafür, dass es auf dem Weg zur geistlichen Reife vorwärts geht. Jeder einzelne Schritt ist mühsam, und jeder Schritt nach vorn schmerzt. Ständig steht uns die Frage vor Augen: „Bist du bereit, den Preis für die Einheit zu zahlen?” In 1. Korinther 4,6-13 begegnen uns drei für das Erreichen und Erhalten der Einheit richtige Haltungen.
Demut (1. Korinther 4,7): Paulus gibt uns drei Schlüsselfragen an die Hand, die uns helfen, in allen Beziehungen Demut walten zu lassen. Bist du etwas Besonderes? Was hast du, was du nicht empfangen hast? Wenn du aber alles empfangen hast, wie kannst du dann damit prahlen, als wäre es dein eigenes Verdienst? Das wesentlichste Kennzeichen der ultimativen Zusammenarbeit, auf die Paulus in Philipper 2,5-11 hinweist - die zwischen dem Vater und dem Sohn - ist Demut.
Bereitschaft zur Demütigung (4,9-10). Paulus benutzt die beiden Begriffe „zur Schau stellen” und „Schauspiel”. Damit wurden diejenigen bezeichnet, die als Sklaven zum Tode verurteilt und unterwegs in die Arena waren, wo der Tod auf sie wartete. Diese Begriffe bezeichnen jene, die für die Einheit arbeiten und sie finden wollen, denn sie müssen bereit sein, in diesem Prozess Demütigung zu erfahren. Jenen, die die Spaltung verursacht haben, schreibt Paulus: „Weshalb ertragt ihr nicht lieber Unrecht, und warum seid ihr nicht bereit, eher Nachteile in Kauf zu nehmen?” (6,7). Paulus beschreibt dann drei Beispiele für Demütigung, die er selbst erfahren hat:
Der dritte Preis der Einheit ist „die Bereitschaft, ohne jeglichen Respekt behandelt zu werden” (4,11-13). Wenn unser Ziel die Erhaltung der Einheit ist, müssen wir bereit sein, uns – so wie Paulus es ausdrückt – als wertlose Asche behandeln zu lassen, als „die Sündenböcke der ganzen Welt, der Müllhaufen, auf dem jeder seinen Unrat ablädt.”[8] Wieder gibt er uns drei Beispiele.
Der Anreiz zur Einheit: Paulus spart sich die schwierigste Lektion in Sachen Einheit für den Schluss des Briefes auf – „eine vereinte Gruppe fängt mit mir an”. Wir müssen so für die Einheit arbeiten, als hätten wir Gott gegenüber persönlich die Verantwortung dafür übernommen, anstatt unsere Zeit mit Schuldzuweisungen zu verschwenden; oft sind wir nämlich derjenige/diejenige, an dem/der die Einheit scheitert. Der Schluss des Briefes erinnert uns an dreierlei (15,58).
Wir wollen uns ernsthaft bemühen, unsere Einheit zu erhalten und vor allem den Preis für sie zu zahlen. Nur so können wir das Bild einer Gemeinde zeigen, die Ungleichheit angeht und die dadurch verursachte Kluft überbrückt. Gleichgewicht ist eine geistige Haltung, durch die wir wissen, dass unsere Suche nach Zusammenarbeit Gott Freude macht, selbst wenn unsere Position nicht gerade günstig ist.
Zum Schluss will ich von den Träumen erzählen, die der Grund für meine Teilnahme an Lausanne III und für das Schreiben dieses Vorbereitungspapiers waren:
Mit diesem Traum schließe ich.
© The Lausanne Movement 2010
Übersetzt vom Spanischen ins Englische von William D. Taylor, auf Bitte von David D. Ruiz M.
[1] Mare, Harold in Gaebelein, Frank E, ed, Expositor’s Bible Commentary [Auslegender Bibelkommentar], Band 10, (Grand Rapids: Zondervan Publishing House, 1976) S. 193
[2] Robertson, A. T. Imágenes verbales en el Nuevo Testamento , (Barcelona:Clie, 1989) S. 114
[3] ebd. S. 114
[4] ebd. S. 138
[5] Anmerkung: Iberoamerika ist die geographische Region, die neben Lateinamerika noch die Spanisch sprechende Karibik umfasst, Brasilien, die Hispanos in Nordermerika und die Länder der iberischen Halbinsel. Für nähere Informationen s. Uslar Pietri, Arturo, Cuarenta Ensayos. (Caracas, Monte Avila, 1990)
[6] Nuñez C., Emilio und Taylor, William D., Crisis and Hope in Latin America [Krise und Hoffnung in Lateinamerika], (Pasadena: William Carey Library, 1989) p. 168
[7] Nähere Informationen unter: http://www.comibam.org/catalogo2006/index_i.htm
[8] Robertson, A. T. Imágenes verbales en el Nuevo Testamento, (Barcelona:Clie, 1989) S. 157
[9] Edwards, Mark J., ed. Ancient Christian Commentary on Scripture, Vol. VIII, [Alter Christlicher Bibelkommentar, Band VIII] (Downers Grove: InterVarsity Press, 1999) S. 227
Deutsch Translation by: LGC_Translation
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Stichwörter: Kooperation, Gleichgewicht, Gleichberechtigung, Ungleichheit, Spaltung, COMIBAM, iberoamerikanisch, Mission, Missionare, Missiologie, missiologisch, Gemeinde, Einheit, Demut, Demütigung
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Südafrika
Community farms: (Kibbutz)
4 land & wealth redistribution, to evangelise the community: To train, educate, work, live and have a base from where to launch missionaries into the community. A community farm is where the Christians in the community corporately owns the property. Our corporate finances provide cost of the farm, infrastructure & accommodation for those working on farms. Investors, invest directly in the crops to secure food and jobs for the people. Thousands of jobs will be created where people could be evangelise, reconciled, unity restored and worldviews changed to a Biblical one. Farms will act as a place of employment, a basic income, a missionary training School, an orphanage and launching pad to send trained missionaries. Here Christ Jesus will be a way of living where the community will see what we preach!
Three legs: (Operating separately)
1. Accommodation and employers Lodges/Hostels on farms with infrastructure:
2. Education, “Skills” development, Discipleship training & orphanages.
3. Agricultural projects – investment arm. (Project financing). Outside investors.
Full scale business to create a holistic cosmos to the missionary to have the infrastructure needed to live and operate in without lack or limitations.
Shammah Foundation: Marius Brand: Cell 082 9210 275, e-mail - mariba@zsd.co.za. www.koevoet4christ.co.za
18.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Brother, thank you for this great paper. I really look forward to hearing from both you and Patrick Fung together on this issue. Should be terrific. I have so many thoughts on this. Let me just post here:
http://codylorance.blogspot.com/2010/10/equilibrium-revisited.html
Blessings!
15.10.2010
Norwegen
I have enjoyed your paper, also because it is practical. And I was glad to find you lifting up the Good News as the stimulus for and power of cooperation and unity. Many Cape Town papers seem to like the law more than the Gospel.
We are better off with regard to equilibrium than they were in Edinburgh in 1910, but there are still key issues to work on. One such issue is our Western way of taking over planning and implementation of projects etc when our Gloibal South brothers and sisters do not jumb when we think they should jumb. Here is an undue impatience and a lingering belief that we know a little bit better how to deal with such matters. Is this an issue we could talk about and where I as a typical impatient Westerner could be taught by Christian leaders in the South?
Along the same lines: Your three examples of humilation on p.5 hit me quite hard, especially the third one about being ignored when I think I have an opinion about matters that others should pay attention to.
15.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
I have recently become aware of COMIBAM and I find it very encouraging. I have spent some time in Peru and have a heart for Latino believers to be mobilized to the least-reached, esp. Muslims. So excited that COMIBAM is doing this, through the partnership efforts you describe!
14.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Your "cost of unity" section was very challenging. Thank you for these bold words. May God grant us all the grace to pay the price to be unified together in Christ.
11.10.2010
Singapur
Hi David,
Thanks for your thoughts. I particularly liked the ’corrective’ in your dream - that perhaps this congress works first on our being ’friends’ and establishing relationships amongst us, before attempting to solve the conceptual problems confronting our generation of church and missions.
I note with interest that neither you nor Patrick seem willing to address the topic of ’New Equilibrium’. Perhaps it is loaded with a perception of ’us and them’ - North vs South, or West vs East. As our study of Ephesians should show, these barriers should break down. In effect you are both pointing out that perhaps we should not even speak of the division? If we are to be ’friends’ first, and if, as Patrick implies, we should focus on the task, then perhaps such a ’New Equilibrium’ is not needed explicitly.
Your early point is relevant, that balance is inherently impossible this side of heaven. But I think we are also unlikely to see ’equilibrium’ because the world remains in a state of constant change. As the strength of the church, of economics, and of freedom grows and declines in different areas there will be constant change in how each of us contributes or has need (2 Cor 8:14)
So perhaps God is looking for our friendships first. So indeed - let us first be friends!
09.10.2010
Frankreich
I liked the dream that concludes this paper, heading to hope and action. The reference to the situation in Corinth is interesting, and there is much to say about the struggles of the local Church and Paul’s global ministry. The local church is actually central, and each believer enroled in the fight for unity...
I would have liked to see more down-to-earth connections between the teaching drawn out of the corinthians example, the COMIBAM experience, and the fights common to all churches. What were the very difficulties that appeared in COMIBAM, how were they dealt with, how was Paul’s teaching applied etc?
I am sure the author would have relevant elements to add that could help the reader to ’print’ the thoughts in his own environment.
05.10.2010
Niederlande
I do recognize David Benson’s struggle too though. Personally, I love to have church in the old buildings and just wished we would go back to them - instead of having them transformed into housing facilities, banks, theaters, etc. Also because so many have worshipped there before. That’s another issue though.
The new big buildings can and serve a purpose (can be heavily over the top too, so thank you for keeping us on the alert), as many from the so-called West would not come to a smaller building. Where at first all can see them coming. Would not come to a raggedy building, as all of their lives are in luxury. Will come to theater style services, as this is recognizable.
It is a struggle, but not only in the buildings, in all of our expenses, as a church and as a family or individual. Many churches have many new cars in the parkinglot, yet no money for youth ministry or missions abroad. People have money for the lastest fashion, CD’s, DVD’s and out for dinner, yet not for a Compassion Child or missionary support.
It is in everything: money, time, purpose,.... And not only unwillingness, but lack of insight and awareness. Many christians have not been raised anymore with giving 10% or serving others. Many don’t even know who they are living next to.
Calling back to humility in the Church needs to become part of the teaching again. We need magnanimity and humility. Knowing that we have been given much for which to be thankful. Knowing that we need Him to be wise. With the underlying awareness that humility and magnanimity come from Christ.
04.10.2010
Niederlande
Thank you for this paper. Biblical, gentle, firm and honest. Calling us again to look at what it really means to follow Christ: the truly humble One, humiliated for us. I will use this paper in speaking to and with young people and churches. Unity and service need to be discussed and lived again if we want to make an impact in todays world, with it’s lonely materialism and all it’s religions.
04.10.2010
Australien
Thanks for your passion and clarity--love your dream and hopes for Lausanne. I also think the issue of finance is perhaps best kept as the last topic--not because it is unimportant, but because it can be divisive, though if our hearts are right, the generosity will flow and genuine partnerships will form.
That said, money has been playing on my mind. In the introduction you noted that "some churches waste huge sums on Pharaonic buildings ... [while] others are unable even to pay a salary worthy of a pastor or support their missionaries with dignity."
This hugely challenges our church in Brisbane. We’re looking to build a new ministry centre, having reached capacity in what we’ve got some 5 years ago. Without going into specifics of why we feel called to stick together rather than split and church plant, how do we navigate these issues as part of a global church with such disparity? If the going rate for a suitable centre was in the millions, is this necessarily a "waste"? Is it ever appropriate to spend this kind of money on a building? Does our expenditure on this project inversely relate to mission giving?
I wonder if just like my personal place of residence is appropriate to the suburb and context in which I live--neither extravagant nor a dive, erring on the side of simplicity--perhaps there is a godly place for even expensive buildings that are appropriate to our mission and cultural context? Like many in the west where we have so much, I carry a "white man’s burden" of guilt, but I’m struggling to know how God would have me and the church I’m at invest that with which we are blessed.
29.09.2010
Spanien
Enhorabuena por la reflexion acerca del equilibrio (palabra ostentosa), sobre las alianzas y cooperacion. Pero me quedo con una de sus ultimas frases de alguno de sus suenos: "Cambiando nuestra manera de pensar, para asi cambiar nuestra manera de vivir. Que el mundo ciertamente necesita algo mas que consultas, congresos... y terminar con tantos sistemas, metodos, programas y slogans; y que podamos ser amigos y socios en la evangelizacion. Y poner dicho evangelio hasta lo ultimo de la tierra, con las ultimas consecuencias.
Me gusto mucho el libro editado para el evento de Comiban 2006, (al cual asisti) La Trasformacion de la Iglesia, el cual lei y me fue de gran bendicion.
Esperemos que el congreso de Lausana III sirva para poder seguir poniendole pies a los suenos.
31.07.2010
Guatemala
@ Cesar_Jesus_Perez_Sa:
Cesar:
Muchas gracias por tu valioso comentario y ánimo. Te imaginas que escribir este documento fue un buen desafío, sobre todo, para mantenerme fiel a lo que hemos tratado de predicar con el ejemplo durante nuestro tiempo en COMIBAM y más allá.
¿estarás en el Cape Town?
David
31.07.2010
Spanien
@ Druizwea:
Estimado David, vengo de leer tu conferencia y me ha gustado bastente. Es un tema dificil y de complejo tratamiento. Vengo ahora de Brasil y ya tenemos otros dos matrimonios de brasil con nosotros y pronto tendremos otros de Guatemala. Espero poder hacer un comentario mas en profundida sobre tu tema.
Recibe un cordial saludo.
24.09.2010
Guatemala
@ Francis:
Francis, muchas gracias por tu comentario, casualmente estuve chateando con Leo esta tarde y me contó de tu visita y del buen tiempo que pasaron.
Quedo en espera de tus ideas para continuar enriqueciendo este documento
David
25.09.2010
Jamaika
Equilibrium speaks to balance.
Cooperation speaks to working together to achieve the same end.
Could we look some more at the concept of balance in Scripture as we see God at work? Balance in creation - the planets line up in a particular way to support a universe that is centred in earth; male balances female; in the cycle of life there is balance - animals (herbivores, carnivores), plants, birds of the air, sea creatures, etc. If we study the Creator and the steps he took to establish balance; if we study Israel and its laws; if we study the life and teachings of Christ - is there a pattern that provides an example for us to follow? Unless the topic was thrown together without much thought (which I doubt), then we are pressed to consider the weight of the term "new equilibrium" - meaning something that has eveloved out of a pre-existing situation. Having done that, then we may truly consider how the Body of Christ can work together to achieve this new paradigm.
23.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Dear David,
Thanks so much for the thoughtful presentation of your dreams. Like other who have posted, I share them with you!
I agree that humility and vulnerability are the key ingredients to seeing the global Body of Christ work together in love and unity. So, how does one help to "create" this in relationships between men and women from the "old missions guard" of the global North and the "new missions guard" of the global South? Authentic relationships? It seems like space must be created for wildly different people (culturally, theologically, etc.) to BE TOGETHER to really know one another.
Longing for abstract and practical enjoy a meal together...
Matt
21.09.2010
Ghana
God bless you for your article and for your passion. I only wish you would have given some practical instruction about what financial equilibrium looks like and how it can be achieved. Second, you wrote about unity, but what is the unity you are describing and what is it not. I would have liked a clearer definition of the term.
13.09.2010
Guatemala
@ Jeff_Korum:
Dear Jeff:
Thank you very much for your valuable comments. About the financial equilibrium, as I mentioned in my article, I think that we need to live with the reality of the lack of equilibrium, it is a way in which we could create a culture of generosity among us, as we see in Acts 2:42 an 4:34. In other hand, the most important need is to grow to a more broader definition about resources, the main problem is we usually think in material terms, money, personnel, buildings, etc. We need to know that passion, vision, life commitment are resources as well. With this more biblical vision, it is possible to seat at the sharing table as equals to share resources and not only to ask of give financial resources.
Thank you for let me now that a clear definition of unity is missed in my paper, I am working on it, but basically is what the Lord said in his other prayer in John 17, unity following the model of Christ, and the way in which Paul explained in Phil. 2:2, same mind, same love one accord c) looking each of us to the things of others.
Blessing,
David
14.09.2010
Taiwan
Thank-you for your encouraging article. I dream your dream!
I find the topic of finance puzzling. Various homechurches of mine in the early days wanted me to give them a project to support. For 11 years I have not needed any finance for church planting. We have no buildings and use a minimum of resources (most people love to buy their own Bible). Offertory’s are able to go for looking after Christians needs, outreach and missions. We have no other needs. I have turned down offers of money for it seems it would just lead to unpleasantness and dependency. Our resources are the Christians themselves and their prayers. This is a joy and we are rich in love, prayer and Jesus himself. Lord, please don’t send us money!
04.08.2010
China
@ ChristineDillon:
We need to hear more voices such as yours!
I recall years ago applying for a foundation grant to support the initial phase of building for an agricultural demonstration center. We were told that we weren’t asking for enough money--no one wanted to fund something cheap--and encouraged to "throw in a car or two" in order to make our application more "fundable."
What drives ministry? What priorities shape our financial decisions? It is a very sad situation indeed when finances and ministry work together to encourage brothers and sisters to lie about needs and wants. These kinds of "partnerships" founded on deception do not honor God, nor do they advance His Kingdom. Needless to say, we did not submit an application with this foundation.
04.08.2010
Spanien
Si Dios lo permite estare en la ciudad del Cabo. Aunque no le conozco mucho, mi esposa, Annie Gonzalez de Puerto Rico, ha tenido la oportunidad de compartir con usted y de conocerle en el congreso de Comiban 97.
Esperamos verle en Lausanna en el proximo mes de octubre.
Bendiciones...
03.08.2010
Singapur
In this topic on “Partnering in the body of Christ”, the use of “Equilibrium” is somewhat puzzling. “Equilibrium” is a scientific term used to describe a stable condition. It is when various forces acting on a system have cancelled out each other. As a result, the system is now balanced and unchanging.
What is the meaning of “towards equilibrium” in the body? Does it refer to finding equilibrium when the body is struck by external forces or threats? Or restoring equilibrium when there are internal tensions or injuries? What is “towards new global equilibrium”? Why is there a search for something new? Is it because the old system is no longer appropriate or less relevant? What is “global”? Does it refer to wholistic, or the whole world?
Whatever the case, we must not forget the Head of the body which holds all parts of the body together (Colossians 1:15-20), who creates all things, and reconciles to himself all things. The Head enables diverse parts to work in partnership.
02.08.2010
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