Autor: Martine Audéoud and Rubin Pohor
Datum: 29.07.2010
Category: Partnerschaft
Anmerkung der Redaktion: Dieser Vorabbericht zu Kapstadt 2010 wurde von Martine Audéoud und Rubin Pohor geschrieben und stellt eine Übersicht dar zum Thema: „Hoffnung für die christliche Gemeinde durch globale inkarnatorische Partnerschaften“, welches bei der Multiplex-Sitzung diskutiert wird. Stellungnahmen zu diesem Bericht durch die Lausanner globalen Gespräche werden an die Autoren und andere Personen weitergeleitet und sollen dabei helfen, die endgültige Präsentation beim Kongress festzulegen.
Der Geschäftsführer der „Christian Direction" in Montréal, Glenn Smith, schrieb kürzlich[1]: „In den Häusern in meiner Strasse kann ich verschiedene Sprachen hören, was ein vielseitiges Kulturspekturm symbolisiert. Was früher einmal eine europäische Immigration war, hat sich nun zu einer wirklich globalen Bewegung gewandelt". Diese globale Bewegung kann in unserem Alltag beobachtet werden, vor allem in städtischen Gebieten. Noch stärker kann man sie in den christlichen Gemeinden überall auf der Welt erleben. Nach einigen Jahrzehnten der Erfahrung mit globalen Partnerschaften überall in der Welt ist es Zeit, innezuhalten und über das nachzudenken, was wir von den Herausforderungen und den Erfolgen globaler Partnerschaften oder von beidem gelernt haben. Das Ziel dieser Überlegungen ist es, zuerst einmal zur Bibel zurückzukehren, um die biblischen Grundsätze auszugraben, welche die Entwicklung globaler Partnerschaften innerhalb der christlichen Gemeinde unterstützen. Danach werden wir darüber nachdenken, wie wir globale Partnerschaften auffrischen können. Schließlich werden wir unsere neuen kontextuellen Parameter untersuchen, welche neue kreative Modelle der Partnerschaften in unseren globalen Gemeinden stimulieren und anregen sollen.
Biblische Beispiele globaler Partnerschaften
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Um das Konzept globaler Partnerschaften biblisch zu begründen, wollen wir zuerst einmal die Bibel öffnen, wo wir die erste globale Partnerschaft im Garten Eden entdecken. Gott, der Dreieinige, entwickelte eine globale Partnerschaft mit Adam und Eva, indem er ihnen das Leben schenkte, sowie die innigste Beziehung, die man zu Ihm selbst haben kann. Adam und Eva sollten den Garten beschützen und sich um ihn kümmern und Gottes Herz durch eine liebevolle Beziehung mit Freude erfüllen. Was war global an dieser Partnerschaft? Es ging darum, sich um den ganzen geschaffenen Garten zu kümmern, mit allem was darin war. Alle seine Ressourcen mussten verwaltet werden. Er wurde zu Adam und Evas Mittel der Versorgung, das sie am Leben erhielt. An diesem ersten Beispiel sehen wir, dass biblisch basierte Partnerschaften 100%ig in einer vertrauensvollen, gegenseitigen und innigen Beziehung verwurzelt sind, die eine angemessene Sicherheit für den Austausch von Ressourcen und Diensten bietet. Die erste globale Partnerschaft war darauf ausgerichtet, den Wunsch in Gottes Herzen zu befriedigen, seine vorbehaltlose lebensspendende Liebe mit denjenigen Geschöpfen zu teilen, die sie sinnvoll erwidern.
Eine zweite globale Partnerschaft haben wir im 1. Mose 17 gefunden, als Gott Abraham Nachkommen verhieß, die die ganze Erde bevölkern würden im Austausch dafür, dass Abraham sein Leben im völligen Gehorsam und in Hingabe an Gott führen würde. Auch hier können wir sehen, wie Gott eine ausschließliche Beziehung mit Abraham erwartet und im Gegenzug dafür einen globalisierten Überfluss an Leben anbietet. Wenn wir einen Blick in das Herz dieser Partnerschaft werfen, sehen wir Gottes tiefes Verlangen nach der innigsten Beziehung mit Abraham, seinem Freund (Jes. 41, 8).
In Epheser 3,14-21 finden wir ein weiteres biblisches Beispiel einer globalen Partnerschaft. Hier schüttet der Apostel Paulus sein Herz aus, indem er Gottes dreieinige Partnerschaft mit Seiner weltweiten Gemeinde betrachtet. Das Ziel dieser Partnerschaft ist offensichtlich: die Gemeinde sollte vollkommen durchdrungen und erfüllt werden von Gottes Liebe und seiner Fülle. Um dies zu erreichen würde Gott die Gemeinde mit seinem Heiligen Geist bevollmächtigen.
Was lief schief in diesen drei Beispielen? Vertrauen wurde gebrochen. Adam und Evas Beziehung zu Gott litt darunter, als sie der Stimme der Schlange folgten. Abrahams Mangel an Vertrauen führte zu schmerzvollem Leid für die Menschheit, als er seine Magd als seine zweite Frau wählte, anstatt auf Gottes Verheißung zu vertrauen und auf die Erfüllung zu warten. Im dritten Fall tadelte Christus die Gemeinde in Ephesus dafür, dass sie ihre erste Liebe aufgaben (Offb. 2, 4).
Im Hinblick auf diese biblischen Wurzeln der globalen Partnerschaften der Gemeinde Christi sollte eine wesentliche Komponente dieser Partnerschaften das vollkommene, vorbehaltlose Vertrauen und die Innigkeit in Beziehungen sein. Globale Beziehungen sollten nicht gesucht werden, weil „wir in einer globalen Welt leben", wie es heutzutage oft gesagt wird, sondern weil das Herz der Gemeinde mit Gottes Herzen im Verlangen nach tiefen, innigen, vertrauensvollen Beziehungen mit anderen Teilen der Gemeinde hier auf der Erde im Einklang ist, um so auf den Himmel hinzuweisen, wo „Gott alles in allem ist" (1. Kor. 15, 28). Zweitens ist das Ziel globaler Partnerschaften nicht, Ressourcen zu verwalten, zu teilen oder ähnliches. Dies wird im Allgemeinen in der Entwicklung globaler Partnerschaften geschehen, aber die erste Motivation für globale Partnerschaften sollte ein Herz sein, das mit Gottes dreieiniger Liebe gegenüber anderen Teilen des Leibes Christi erfüllt ist. Konsequenterweise muss das Teilen von Ressourcen in einer globalen Partnerschaft nicht „gleich" oder sogar „gleichberechtigt" sein. In den biblischen Modellen globaler Partnerschaften wird nämlich normalerweise von einer Seite der Partnerschaft mehr genommen. Ein abschließendes Prinzip ist demnach offensichtlich: In allen drei biblischen Beispielen ist das Ziel der Partnerschaft, dass der Empfänger der Ressourcen (z.B. Adam und Eva, die Nachkommen von Abraham oder die Gemeinde) in eine reife, liebende Beziehung mit Gott hineinwächst. Wie Cody Lorence schrieb[2]:„Das aktive Streben nach immer tieferen globalen Partnerschaften durch die lokalen Gemeinschaften von Christen befähigen diese Gemeinden, Gottes Liebe besser (und zunehmend mehr) zu verstehen und zu kennen. Dies führt zu unglaublichen geistlichen Veränderungen und Wachstum". Paulus bestätigt, dass das Endziel des Teilens von Ressourcen, das der Dreieinige Gott mit der Gemeinde veranschaulicht, ist, die Gemeinde dazu zu befähigen, in die vollkommene Fülle aller Konsequenzen der Erlösung Christi am Kreuz hineinzukommen (Eph. 1,3-14). Deshalb sollten die globalen Partnerschaften, die den Dreieinigen Gott widerspiegeln, danach streben, die Gemeinde auf eine Ebene der Reife zu bringen, wo sie proaktiv und bewusst versucht, im Licht der universalen Erlösung zu leben, die Christus am Kreuz vollbracht hat, um auf diese Weise ein transformativer Beauftragter zu sein, der die verschiedenen Gemeinden in der ganzen Welt verändert.
Zeitgemäße Beispiele globaler Partnerschaften
Nachdem wir die biblischen und theologischen Fundamente christlicher globaler Partnerschaften betrachtet haben, wollen wir einige kreative und erfrischende Beispiele von Partnerschaften betrachten, die weltweit entstanden sind. Zuerst berichtet David Hacket[3] von einem im Internet basierten Beispiel einer globalen Partnerschaft für glokale Evangelisation („glokal", zusammengesetzt aus „global" und „lokal"):
Weil das Interesse daran steigt, nicht-englischsprachige Menschen im Internet zu erreichen, wurden neue Bemühungen begonnen, ein internationales Netzwerk von Web-Evangelismus-Pionieren zu schaffen, die in anderen Sprachen als in Englisch arbeiten. Die Organisatoren nennen dieses zukünftige Netzwerk das „Internationale Internet-Evangelismus Netzwerk" oder IIEN.
Das Ziel des IIEN ist es, Evangelismus global via Internet voranzubringen, indem eine Gemeinschaft von Betreibern von Internet-Evangelismus geschaffen wird, die miteinander teilen, was sie lernen, und dabei Doppelbearbeitungen vermeiden und einander ermutigen. Das Forum kann den Betreibern helfen, Wege zu entdecken, wie sie in ähnlichen Diensten zusammenarbeiten können, in der Hoffnung, dass auf diese Weise Ausgaben reduziert werden und die christliche Einheit wächst.
Unterstützt von der Internet-Evangelismus-Koalition Die Internet-Evangelismus-Koalition (IEC) hegt schon lange den Wunsch, online Evangelismus-Inititiativen in anderen Sprachen als in Englisch zu unterstützen. Jedoch arbeiten ihre Mitgliedsorganisationen hauptsächlich auf Englisch.
Bei einem Treffen im September 2005 verbündeten sich das Leitungsgremium von IEC und VisionSynergy (www.visionsynergy.net), um dieses internationale Internet- Evangelismus-Netzwerk ins Leben zu rufen. Wie Dr. Sterling Huston, Vorsitzender des Leitungsgremiums von IEC sagte: „Das schnelle Wachstum, die breite internationale Reichweite und die wirtschaftlichen Kosten des Internets ermöglichen dem Einzelnen, den Gemeinden und den Diensten eine unerhörte Gelegenheit, das Evangelium von Jesus Christus weltweit weiterzugeben. Das IEC ermöglicht der Gemeinde, ihren Dienst zu erfüllen, indem Internet-Ressourcen geschaffen und bekannt gemacht werden, um unsere Welt zu evangelisieren. Wir haben uns dafür entschieden, eine Beziehung mit VisionSynergy einzugehen und möchte dazu beitragen, dass diese Initiative unterstützt wird. Das IEC arbeitet an dieser Aufgabe mit VisionSynergy zusammen."
In diesem Auszug sehen wir, dass es das Ziel von IIEN ist, das Evangelium weiterzugeben und auf Gottes Herzensanliegen zu antworten, indem eine Gemeinschaft geschaffen und Einheit gepflegt wird. Dies entspricht ganz klar dem Gebet Jesu in Johannes 17, dass die Welt Christus und Seine liebende Beziehung mit Seinem Vater erkennen soll, d.h. dass die Jünger in einer liebevollen Gemeinschaft miteinander leben sollen und so der Welt (hier haben wir den glokalen Effekt) Christi Liebe zeigen. Deshalb wird christliche Einheit dort praktiziert und der Welt auf stärkste Weise gezeigt, wenn Gemeinschaft, Zusammenarbeit und gegenseitige Ermutigung entstehen.
Wir wollen ein zweites Beispiel globaler Partnerschaft betrachten. Nach dem Erdbeben, das vor kurzem in Haiti geschah, und dem immensen Leid, das die ärmsten Länder in der nördlichen Hemisphäre erlitten, entstand unter Menschen, Städten, Gemeinden und Gemeinschaften überall auf der Welt der Wunsch zu helfen. Eine kreative Missionsagentur in den Vereinigten Staaten, New Generation, sah den Bedarf an Ermutigung, Trost und Unterstützung in der Haitianischen Gemeinde und den Haitianischen Gemeinschaften und entwickelte einen Plan. Aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse und unzureichender Mitarbeitervorbereitung realisierten sie, ein besserer Weg wäre, französischsprachige afrikanische Christen (in diesem Fall von der Elfenbeinküste) zu finden, die als Seelsorger ausgebildet und dazu bereit dazu waren, nach Haiti zu gehen und die Gemeinde dort zu ermutigen. Dadurch, dass diese ausgebildeten Seelsorger mehr Erfahrung hatten im Umgang mit herausfordernden Situationen, aufgrund von beinahe 10 Jahren Krieg und ziviler Unruhen in der Elfenbeinküste, würde der Kulturschock für sie nicht so groß sein, wie für amerikanische Teams. Außerdem sprachen sie französisch und repräsentierten die Vorfahren der afrikanischen Sklaven, die nach Haiti deportiert worden waren. Nachdem sie von diesem Plan gehört hatten, entschied sich eine kleine Gruppe von Frauen von der Elfenbeinküste, angeführt von einer Schulleiterin, Geld zu sammeln für die Seelsorger, die nach Haiti gehen sollten. Gemeinden und verschiedene christliche Verbände der Elfenbeinküste organisierten auf kreative Art und Weise Konzerte und andere Veranstaltungen, um diejenigen zu ermutigen, die nach Haiti gehen würden.
Eine der Hauptlektionen, die wir von diesem Beispiel lernen können, ist, dass „global" auch „historisch global" heißen kann. Als Repräsentanten der Nationen, deren Volk in die Sklaverei deportiert wurde, schreibt diese Gruppe von afrikanischen Christen die Geschichte wieder neu, indem sie ihr eigenes Volk verlassen, um bereitwillig denen zu dienen, die ursprünglich als Sklaven nach Haiti kamen. Globale Partnerschaft bedeutet somit, dass Geschichte neu geschrieben wird. Auf ähnliche Weise gibt es heute Missionswerke in Nigeria und verschiedenen anderen afrikanischen Ländern, die sich zusammenschließen, um Missionsteams auszubilden, die nach Europa oder die USA gehen, um dort zu dienen. Wie Oscar Muriu für Urbana 2006 schrieb[4], als er die Gemeinden drängte, mehr Mündigkeit anzustreben in der Frage der globalen Kontakte: „Das Ziel, was wir anstreben ist nicht Unabhängigkeit, sondern gegenseitige Abhängigkeit". Globale Partnerschaften blicken also auf eine gemeinsame Vision, ausgelöst von göttlicher Liebe, die auf kreative Art lokale und kommunale Ressourcen investieren, um einander gegenseitig in den Gemeinden zu dienen.
Ein drittes Beispiel globaler Partnerschaft kann bei der Bewegung „Gospel for Asia" („Evangelium für Asien") (GFA - www.gfa.org) beobachtet werden. Diese Missionsorganisation wurde von dem indischen Bruder K.P. Yohannan begonnen, der das Ziel hatte, Indien und Asien für Christus zu gewinnen. Nicht, indem er Missionsteams bildete, die global waren, sondern indem er lokale indische und asiatische Christen zu Missionaren auf ihrem eigenen Kontinent ausbildete. Wie ist diese Organisation ein Beispiel globaler Partnerschaft? Ihre administrativen Büros sind in den Vereinigten Staaten und weitere Büros auf allen anderen Kontinenten. Sie erfinden zahlreiche neue Wege, um Gelder aufzubringen, darunter auch Partnerschaften mit verschiedenen ehrenamtlichen Organisationen, die für wohltätige Zwecke spenden. Ihre Seite „Get Involved" (Mach mit) (http://www.gfa.org/getinvolved/) hat Dutzende Ideen, wie man Geld für GFA aufbringen kann und fördert eine Vielzahl von Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Missionaren, die bei GFA dienen. Die Partnerschaften gehen über die globale Gemeinde hinaus, indem sie eine große Anzahl von säkularen Ansätzen gebrauchen, um Geld zu sammeln. Am eindruckvollsten ist K.P. Yohannans unerbittlicher Aufruf zu einem aufopfernden Leben, das auf die Werte Christi gegründet ist, auf Gebet und ein Leben von unbestrittener Integrität.
Das Beispiel der Globalen Partnerschaft von GFA zeigt, dass man, wie die Israeliten, als sie Ägypten mit ägyptischen Juwelen und Gütern verließen, äußerst erfindungsreich darin sein kann, die Technologien zu nutzen, die es heutzutage gibt und die Möglichkeiten, die einige unserer Staaten und Regierungen bieten, um global zu arbeiten und zu dienen, während man sich auf das Erreichen spezieller lokaler Gemeinschaften konzentriert. K.P. Yohannans Leidenschaft ist es immer noch, Seelen zu retten. Obwohl seine Organisation sehr stark angewachsen ist, hat sich seine ursprüngliche Vision nicht verändert, vielleicht weil, unter anderem, zahlreiche Missionare seiner Organisation auch heute noch leiden und für den Namen Christi verfolgt werden. Opfer und Verfolgung scheinen zur Folge zu haben, dass die Gemeinde und GFA sich alleine auf Christus verlassen und ausrichten.
Vorzüge und Herausforderungen für die Entwicklung Globaler Partnerschaften
Lasst uns jetzt über die besonderen Eigenschaften unserer Welt des 21. Jahrhunderts nachdenken – die Chancen und Herausforderungen für die Entwicklung von globalen Partnerschaften, um Christi Reich auf der Erde zu erweitern.
Einer der Vorzüge unseres Jahrhunderts ist zweifelsohne die Entwicklung des Cyberspace und wie es genutzt werden kann, um eine unglaubliche Vielfalt von Partnerschaften zu unterstützen, zu entwickeln und um miteinander zu kommunizieren. Niemals zuvor gab es in Geschichte der Welt die Möglichkeit, effizient weltweit zu kommunizieren, wie wir das heute tun können. Nachdem Kommunikation eine der Schlüsselkomponenten von effektiven Partnerschaften ist, ist es ein Segen, wenn wir diese Ressourcen nutzen können. Jedoch zeigen Statistiken, dass nur 26,6% der Welt Zugang zum Internet hat. [5] Nachdem die meisten globalen Partnerschaften auf Internetzugang basieren, können wir da wirklich von „globalen" Partnerschaften reden, wenn drei Viertel der Welt keinen Zugang zu dieser Art von Kommunikation hat? Bedeutet „global" „geografisch weltweit" oder „Zugang zu globalen Ressourcen" für die ganze Gemeinde? Die Gegenden, in denen die Gemeinde explosionsartig wächst, sind die Gegenden, die den geringsten Zugang zum Cyberspace haben, d.h. Lateinamerika, Asien und Afrika. Können wir daher ehrlich und fair über globale Partnerschaften reden, wenn die Gegenden, in denen das Christentum explosionsartig zunimmt, den geringsten Zugang zum Cyberspace haben? Wie kann und wird die weltweite Gemeinde mit diesen Unterschieden umgehen?
Zweitens müssen globale Partnerschaften den Anstieg an urbaner Einwanderung in Betracht ziehen.[6] Einige Beispiele: „Die Bevölkerung in den Städten Afrikas und Asiens wird sich zwischen 2000 und 2030 verdoppeln. Asiens urbane Bevölkerung wird von 1.4 Milliarden auf 2.6 Milliarden ansteigen. In Afrika wird sich die Bevölkerung in den Städten mehr als verdoppeln, von 294 Millionen auf 742 Millionen. In Lateinamerika und der Karibik wird die Bevölkerung in den Städten von 394 Millionen auf 609 Millionen ansteigen. Bis 2030 werden 79 Prozent der Weltbevölkerung in den sich entwickelnden Weltstädten und Großstädten leben. Und weltweit werden sieben von zehn urbanen Einwohnern in Afrika und Asien leben." [7] Was bedeutet das für die Entwicklung der globalen Partnerschaften, wenn wir Christus in die ganze Welt bringen wollen? Ist die Gemeinde fähig, global und „urban" zu denken, um „glurbane" Partnerschaften zu entwickeln, die die Herausforderungen und die Chancen der städtischen Immigrationsbewegung angehen, die in den nächsten Jahren kommen werden? Wie kann die globale Gemeinde die Entwicklung in diesen globalen Städten wirkungsvoll beeinflussen, die sich hauptsächlich in den wirtschaftlich ärmeren Teilen der Welt befinden?
Schließlich wollen wir uns mit einem Thema befassen, das Ralph D. Winter „den größten Stolperstein für die Entwicklung von Führungskräften in der globalen Gemeinde"[8] nannte. In seinem Referat beschrieb Winter die traditionelle Sichtweise der Gemeinde betreffend die Ausbildung der Gemeindeleiter und rief dazu auf, die Ausbildung der Gemeindeleiter zu überdenken und den Zugang zu theologischer Ausbildung für Gemeindeleiter zu erweitern, ohne sie von ihren sozialen Gemeinschaften und Verantwortlichkeiten abzutrennen. Wie Winter betonte, muss sich die globale Gemeinde neu besinnen, wie sie mit biblischer und/oder theologischer Ausbildung umgehen soll. Welche globalen Partnerschaften würden im Moment z.B. die theologische Ausbildung der African Initiated Churches (Unabhängige Afrikanische Kirchengründungen) unterstützen? Wäre die globale Gemeinde wirklich dazu bereit, sich von den weltweit anerkannten Zulassungsmustern der theologischen Ausbildung, die den säkularen nachgebildet sind, zu verabschieden? Ist die globale Gemeinde willig, Partnerschaften einzugehen und sich die Zeit zu nehmen, nicht-diskriminierende Möglichkeiten für alle Gemeindeleiter zu schaffen, speziell in den Entwicklungsländern, damit sie Zugang zu theologischer Ausbildung bekommen, ohne dass sie ihre Gemeinden und ihre Einkommensquellen verlassen müssen? Welche Art von globalen Partnerschaften könnten sich wohl kreativ mit diesem Thema auseinandersetzen?
Es gibt noch viel mehr Vorzüge und Herausforderungen, die man nennen könnte, was die Entwicklung der globalen christlichen Partnerschaften betrifft. Eine der größten Ängste in der Entwicklung globaler christlicher Partnerschaften ist, dass die Bewegung ein weiterer schleichender Weg sein könnte, Gemeindebewegungen in den Entwicklungsländern zu „kolonialisieren“, so dass die Macht auf der Seite derjenigen bleibt, die die finanziellen Ressourcen hat. Sind die Gemeindeleiter
der Industrieländer bereit, ihre Macht aufzugeben und die intellektuellen und geistlichen Vorteile ihrer Ansprechpartner in den Entwicklungsländern als wichtiger anzusehen, als die materiellen Ressourcen, die zur Verfügung stehen? Sind die Gemeindeleiter der Industrieländer bereit, dem zuzuhören, was ihnen die globalen Leiter vom Süden zu sagen haben? Während wir unsere Beiträge zu globalen Partnerschaften weltweit kreativ beurteilen, sollten wir nicht vergessen, dass der Maßstab der Vorbildlichkeit in Philipper 4, 8 gefunden wird: „Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, das erwägt!“ um letztendlich durch das Opfer Jesu Christi am Kreuz, ALLE Menschen (die Menschheit, d.h. alle Völker und Nationen) zu Ihm zu ziehen (Joh. 12, 32).
[1] Smith, Glenn (2010). Contextualization and God’s Global Mission. (Abruf am 12. Februar 2010) http://www.lausanneworldpulse.com/682?rss&utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+lausanneworldpulse%2Flmah+%28Lausanne+World+Pulse%29
[2] Lorance, Cody (2010). Globale Konversation: Der theologische Hintergrund für Globale Partnerschaften. (Abruf am 6. Mai 2010) http://www.tibm.org/the-theological-impetus-for-global-partnership
[3] Hacket, David. Ein globales Netz errichten. (Abruf am 12. Februar 2010) http://www.lausanneworldpulse.com/worldreports/60
[4] Muriu, Oscar (2006). Die Globale Gemeinde. (Abruf am 12. Februar 2010) http://www.urbana.org/articles/the-global-church-urbana-06
[5] 2009: 8.7% in Afrika und 20.1% in Asien. Daten (Abruf am 13. Mai 2010) http://www.internetworldstats.com/stats.htm
[6] Siehe z.B. die globale städtische Bevölkerungskarte unter http://www.migrationinformation.org/datahub/gcmm.cfm.
[7] (Abruf am 13. Mai 2010) http://www.prb.org/Articles/2007/623Urbanization.aspx?p=1
[8] Ralph D. Winters. The Largest Stumbling Block to Leadership Development in the Global Church. (Abruf am 13. Mai 2010) http://www.ijfm.org/PDFs_IJFM/20_3_PDFs/Access.pdf
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Stichwörter: Partnerschaft, global, Cyberspace, Vertrauen, Liebe, Dreieinigkeit, Internet, glokal, global, VisionSynergy, Evangelium für Asien, Internet Evangelismus-Koalition, Internationales Internet Evangelismus-Netzwerk, Haiti, urban, theologische Ausbildung
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Vereinigte Staaten von Amerika
Wouldn’t it be great if we lived in a world where the Christian church would trust the Christian church? We find it hard to create partnerships because of lack of trust. Even in local communities, I find churches not really trusting other churches. I think for global partnerships to work, we must be willing to support churches and groups without putting our agendas on them. We can partner with groups like the "Gospel for Asia," supporting them and letting them figure out how to do the work. As one below commented, we can partner with individual churches and get to know them one-on-one.
We need to create partnerships. Just as in the biblical examples, we may fail sometimes, but we need to do all we can to make sure the gospel is carried around the world.
11.12.2011
Vereinigte Staaten von Amerika
One of the results of recent technological innovations is the effective shrinking of global communication. Instantaneous, simultaneous, multinational conversations happen everyday. Many churches are imagining ways in which this communication might be leveraged to form new global partnerships. Audéoud and Pohor examine what needs to happen in order for these partnerships to be a benefit to all parties.
Early in the paper, they identify the need for partnerships to be based in "100% trusting, mutual, and intimate relationship that gives adequate security for an exchange or resources and services." They then go on to cite some biblical examples of such partnerships and then address the assets and challenges of developing such partnerships on a global scale.
Of particular interest to me was their fear that such partnerships "may become another subtle way of ‘colonializing’ church movements in the developing world such that the power remains on the side of those who have the financial resources." This temptation is especially true to those initiating partners in the global north and west. Often, out of the richness of blessing, faithful churches endeavor to "spread the wealth" by partnering with churches internationally in an attempt to help them overcome (mostly financial) obstacles to reaching their communities for Christ.
Audéoud and Pohor emphasize over and over again that there must be mutuality present in these relationships. Even though the partnerships may not be on equal ground financially, there is still and abundance of teaching and learning each side can impart to the other. Humility and wealth are strange bedfellows. Yet this is exactly what is required if churches of great financial means wish to have sustainable, equitable partnerships with their brothers and sisters around the globe. How might a church enter into one of these partnerships with hands facing up - to give of her means and to receive blessing?
16.10.2010
Frankreich
Hi Martine
Thanks for this stimulating paper. It would be good to be able to correspond on a project that I am involved with called ’OIKOS’, based in France, which has as its goals bilateral partnerships between France and French-speaking Africa. We already have links with a bible institute in Korhogo, working along lines very similar to those you describe. Our association intends to send, receive and train across and through the multicultural context we live in. One of our key biblical attitudes is that described in Romans 1.11-12
For I long to see you, that I may impart to you some spiritual gift to strengthen you— that is, that we may be mutually encouraged by each other’s faith, both yours and mine.
We notice in these verses a key shift - inspired by the Holy Spirit - in Paul’s attitude.
In verse 11, Paul, the great apostle, is the giver, the one who imparts a spiritual gift to strengthen the receivers, the Roman church. In verse 12, he stops, reconsiders and rephrases his intention : it becomes clear that the relationship between people on God’s mission is always a mutual encouragement by each other’s faith, bilaterally and in mutual service.
We in the West are on the hinge between verse 11 and verse 12. May God give us the humility to inhabit verse 12 fully.
14.10.2010
Italien
Thank you for the encouraging examples of partnership and provoking questions on how to move forward. May the Lausanne Movement be a platform of many more to come!
13.10.2010
Grossbritannien
In the section which highlights some contemporary examples of global partnership using the example of Gospel for Asia who focus on “training local Indian and Asian Christians to become missionaries on their own continent.” This incarnational approach to evangelism reminded me of my limited understanding of the work of Hudson Taylor and his focus on British missionaries integrating into Chinese culture through language, clothing and custom and focussing on the development of home-grown missionaries to reach their friends and communities.
Certainly my experience in youth ministry is that young people are much better placed to reach their own friends than I or my other leaders are.
09.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Africa Rural Trainers, operated by Wainaina Njuguna, is an excellent example of how church leaders are being trained in their local contexts.
http://africaruraltrainers.org/Africa_Rural_Trainers/Welcome.html
07.10.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
I appreciated your highlighting of Gospel for Asia. I love what they’re doing and how they’ve done it.
07.10.2010
Vereinigte Arabische Emirate
I appreciated your warning that me must be careful to avoid a new colonializing of church movements. Your concern was those financing ventures will unduly influence those receiving finances. While your concern is certainly valid, I am personally more concerned with the danger of cultural colonialism.
I am so pleased at all that benefits and blessings of expanded communication due to the internet. But most web-content is developed in the West, by Westerners, with the Western church in mind and then merely translated into other languages.
Truly I have been very blessed by the increase of Christian materials and programs as English books are translated and programs are dubbed into Arabic. But, as you caution, we must keep our eyes open to the potential for another form of colonialism that assumes a Western perspective and Western audience. Often Eastern Christian leaders have already been so steeped in Western thought that they might not even recognize that there are whole areas of topics that would speak much more directly to the strengths and weaknesses of Eastern Cultures. If we major on translating Western materials we are missing a potential to resonate more clearly with the heartbeat of Eastern populations. I think most non-North Americans will already recognize that this cultural colonialism is an issue due to the dominance of North American web-content.
It is significantly more economical to translate an existing program or a best-selling Christian book into other languages, but we also need to give strong support to developing materials from within the recipient cultures. We must encourage local leaders and thinkers to fill in the gaps left by Western Christians speaking out of and to the Western Church. We must be willing to fund production of solid biblical media that comes out of Eastern cultural perspectives and has the Eastern culture in mind as the audience. In this way we can better avoid a new cultural colonialism.
06.10.2010
Grossbritannien
Another potentially very fruitful example of global partnerships is a partnership between one local church and another. Our church in North East England has a partnership with another Anglican church in rural Kenya. We will be celebrating 25 years of our relationship next year. Members of both churches have travelled on visits to the other church, on many occasions over the years. We have helped them financially. They have helped us spiritually. On both sides, our loving friendship in Christ and our living experience of being brothers and sisters serving the Kingdom together has been and is a tremendous privilege that will live with us always. When the relationships are strong, we have the foundation from which to work through the many difficult questions that such partnerships inevitably throw up.
05.10.2010
Jamaika
I like the focus and the clarity of this presentation. Reference to the three biblical partnerships is powerful in itself with great scope for further development. I am sure there is much more information out there on partnerships within the Body of Christ that could be included - categorized and indexed and provided as a resource for participants. Finally, if we are talking global and incarnational then we need to talk some more about the Christ in us principle that will enable us to get things done and transcend barriers even. I would love to hear about prayer networks and the amazing things God is doing through regular people who sacrifice for the Kingdom and leave a legacy of depth of purpose behind - the planting on good soil that provides the basis for exponential increase.
24.09.2010
China
I appreciate very much the tone and focus of this paper. While there are many activites taking place under the name of "partnership" I wonder how many of them actually display the kinds of values and priorities outlined in your article?
Your last paragraph, I believe, addresses the real challenges in the area of partnership. The ideal nature of God-honoring partnerships does not seem to me to be especially difficult to describe. On the other hand, it is very very difficult to realize those kinds of partnerships in practice. If this Congress hopes to make a positive contribution towards improving the state of global partnerships in the church today, then we need to talk about real answers to these questions. Honest confessions, along with practicable "how tos" and best practices need to be shared across cultures. Those who have parntered need to speak up and tell of their failures and successes (see http://conversation.lausanne.org/en/resources/detail/10727 for some stories about finance in partnership).
Thank you again for getting the conversation started!
12.08.2010
Elfenbeinküste
@ Swells_in_the_Middle:
Yes, Swells, we hope that the discussions during the Congress with bring some pratical and tangible responses to some of those questions.
Deep down, however, I feel that there is the necessity to develop more and more Abraham’s attitude regarding material wealth and ’just’ to walk hand in hand with God, in His intimacy.
21.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
@ Swells_in_the_Middle:
Swells,
I suggest the book, Body Matters, by E. Addicott, for practical helps on forming and operating mission partnerships. Many practical ideas and a rather short book.
You can find it at www.betterpartnerships.net
Alex Araujo
24.09.2010
Grossbritannien
Thanks for this thought-provoking paper.
I love the sentence: "Global relationships should not be sought because ‘we are living in a global world’, as is often said today, but because the Church’s heart beats with God’s heart in yearning to pursue deep, intimate, trusting relationships with other parts of the Church here on earth, thus prefiguring heaven when “God will be all in all” (2 Cor. 15:28)." Absolutely! This could and would make our partnerships so much more vibrant and dynamic.
Your three challenges at the end are indeed huge questions. I would love to see a way that more Christian leaders could be trained up within and alongside their current contexts in particular.
24.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Thank you for an excellent paper. I appreciate that you started with Scripture noting three main partnerships, then showed the answer to all being the "major component" - complete, unconditional trust and intimacy in relationships; hearts filled with God’s Trinitarian love towards another, the expression Christ’s body. God will be all in all.
If we could all go back to the beginning of what God’s love did for us in the death, burial and resurrection of His Son, Jesus Christ - that He gave His Son unconditionally for our salvation, that we can do nothing to add to that love; then we would understand how we are to partner with our brothers and sisters in Christ. Unconditional love - thinking of others before ourselves; giving what we have without expectation of anything in return; trusting completely in that relationship and by doing so building an intimacy that only that trust can accomplish - this is partnership.
The question of "What kind of global partnerships could creatively address the non-discriminitory opportunities for all church leaders, especially in theological education without removing them from their communities and sources of income?" We have partnered with DAI (Development Associates International) over the past 10 years because, they are in our opinion, superior in their ability to do this very thing through their Masters Plan program, which allows the national pastor or leader to stay in their home location while they bring the instructors for their Master’s Degrees to them. This is done with tuition cost that is within their means, offset by partnerships with churches (like ours) to cover the last two years of the program. If we had more mentor/leadership programs like these, then our "poorer" brothers and sisters would receive the help that they need to complete the theology classes needed to build up the church within their areas of influence.
I feel that God gives to each of us those things He expects us to share with others. We are blessed to be financially (or in many other ways, ie. education) priveledged in the United States and being such should give substancially to our more underpriveledged brothers and sisters around the world. They in return would share with us the ability to live with the knowlege of, and feel completely blessed even in what they don’t have, knowing that in Christ, we have everything.
Thank you for letting me share my heart.
23.09.2010
Kenia
Thanks for this paper. Some comments:
1. The paper opens with an observation that many ethnicities are these days found in the West. Note that for there to be people from ‘everywhere’ in the West, is quite different to those people being ‘at home’. That is, if the foundation (as in Montreal) is ‘Western’, that is different to situations in which the foundation is not Western. I think our major concern is with the latter.
2. At the end, the authors ask if Northern leaders are ‘willing’ to listen to other Christians, or will they ‘dominate’ them? I think this way of asking the question – as if to question the genuineness of northern leaders’ humility – can be a bit misleading. Perhaps the question ought to be ‘can’ northern leaders listen? Inter-cultural translation is a very fraught exercise. No amount of humility can simply do away with foundational problems in translation and differences in people’s root ways of life.
3. Maudeoud advocates “completely unconditional trust”! Wow. Indeed, trust breakdown may be a problem, but that is asking a lot. Is it even possible?? I don’t think that is very realistic. Trust break-downs must and will occur inter-culturally, which is why dependence of a church on those of another ‘culture’ is unhealthy.
4. On sharing of resources; a case of inequitable sharing is reported on in 1 Corinthians 11. ‘Eat at home’ writes Paul.(vs 34). True partnerships, I suggest, need to leave out sharing of resources.
31.07.2010
Elfenbeinküste
@ Jim_Harries:
Thank you for your comments, Jim. Here are some thoughts:
1. I am not sure that I understand what you meant. Could you please clarify?
2. The term ’dominate’ was not part of the paper in the last paragraph, as far as I remember. But I think I understand what you mean. We need to remember, though, that what seems impossible in human and cultural terms, is possible through the Holy Spirit and because of Christ’s work at the Cross like Eph. 2 points out.
21.09.2010
Elfenbeinküste
@ maudeoud:
3. If God trusts us unconditionally, and if we have been given God’s life and all of God’s resources - why not? Are we not often dimming the essence of God’s life in us with our limited experiences?
4. You are right, sometimes the sharing of resources may not be needed. The building of unconditional and deep understanding of trusting relationship is foundational to partnerships, though. Material resources are not. I think that we, i.e. Christians, really need to view partnerships in light of eternity with Christ.
21.09.2010
Kenia
@ maudeoud:
Maudeoud, I will try and respond to your questions.
1. I am saying that a different approach is needed to someone who remains based in their own community. If I meet a Philipino who has come to live in the UK, for example, I think it is much more justifiable to relate to them ‘as a Brit’, and if need be using English. This is because they have left their community. Once someone has left their community, they are much less constrained by the ‘rules’ and traditions of the same. But, if you try to reach a Philipino in his (her) own community, then the Western-gospel will meet many more obstacles. What one learns in interacting with ethnic minorities ‘at home’ is not necessarily what one needs to know when one is at ‘their home’.
2. I am guessing a bit, as I read the above paper some months ago … I note your wanting to rely on the Holy Spirit. I addressed such an issue in this paper: http://www.jim-mission.org.uk/articles/providence-and-power-structures.pdf Sometimes ‘we’ Westerners want to rely on God’s Spirit in a foreign context in a way that we would never do ‘at home’, and such can be a copout / excuse for not wanting to get to understand, that may not be helpful to those people in the long term. In other words – yes, if we rely on God’s Spirit at home, then let’s do it when away, but if not, then let’s be cautious before we load Him with what is in effect our ignorance.
3. The problem with ‘unconditional trust’ as I was reading it, is that we (people) ‘trust’ according to our culture’s norms. Therefore, unconditional trust of someone from another ‘culture’ is going to get us into trouble, because they aren’t going to behave according to ‘my’ norms, and neither should I expect them to.
Speaking from practical experience as well, … I don’t think we can operate on ‘unconditional trust’, as neither can we ‘give’ without strings ( http://conversation.lausanne.org/en/conversations/detail/10758 ) because the day will come when we will cease to so trust, and it’s probably better just to be honest and concede that from the start.
4. Yes – I agree with you. Here I would add also – that in partnerships one needs to be ready to give give give give give. BUT – not of things – that is disruptive and quickly goes wrong. We give ourselves “as living sacrifices, holy and pleasing to God—this is your spiritual[a] act of worship.” (Ro. 12:1). That is; one must give (oneself) even to he who no longer seems to earn our ‘trust’.
21.09.2010
Argentinien
Excelente presentación. Me impactan las preguntas planteadas: ¨¿Está dispuesta la iglesia mundial a asociarse y dedicar tiempo a crear oportunidades no discriminatorias para todos los líderes de la iglesia, especialmente en los países en vías de desarrollo, para que tengan acceso a la educación teológica sin sacarlos de sus comunidades y sus fuentes de ingresos? ¿Qué clase de asociaciones globales podrían abordar esta preocupación creativamente? ¿Están los líderes de iglesia de los países desarrollados dispuestos a renunciar a su poder y ver los recursos intelectuales y espirituales de sus homólogos en los países en vías de desarrollo como más importantes que los recursos materiales disponibles? ¿Están los líderes de iglesia de los países desarrollados dispuestos a ESCUCHAR lo que los líderes globales del Sur están comunicando?¨
Otro parrafo a destacar es: ¨asociarse globalmente también significa reescribir la historia. De forma similar, ahora tenemos agencias misioneras de Nigeria y varios otros países africanos que se asocian para desarrollar equipos misioneros para ir a servir en Europa y EE.UU. Como escribió Oscar Muriu de Kenia para Urbana 2006 , mientras instaba a las iglesias a apuntar a la madurez en el trabajo de evangelización global: “El propósito de la madurez no es independencia, sino interdependencia”. Por lo tanto, las asociaciones globales considerarán una visión compartida impulsada por el amor divino, invirtiendo recursos locales y comunales en forma creativa a fin de servir unos a las comunidades de los otros, en forma interdependiente.¨
13.08.2010
Elfenbeinküste
@ MisionGloCal1Scott:
Thanks a lot for your response, Scott. I tried to understand the gist of it through Google Translator. I like the questions that you asked and will keep them in mind (i.e. on paper) for our discussions at CT and I do strongly agree with you that developing global incarnational partnerships also definitely means to rewrite history - with a divine perspective!
21.09.2010
Singapur
I especially appreciate your highlighting that the aim of global partnerships is "to bring the Church to a level of maturity where it will proactively and conscientiously seek to live in the light of the cosmological redemption that Christ has accomplished at the Cross, and thus become a transformational agent..." It is sometimes difficult to tell the way in which each global partnership will shape that journey towards maturity. In certain instances, it is, in fact, in the learning to love and serve one another in the midst of great diversity that the Body is matured.
17.08.2010
Elfenbeinküste
@ Sharon_M:
Yes, it seems to me that this maturing is through partnerships is a divine and Spirit-led process - otherwise it won’t work!
21.09.2010
Vereinigte Staaten von Amerika
Martine and Rubin, thanks for your words and thoughts. From my perspective, the most striking sentence in your paper was:
"In view of the biblical roots of global partnerships for Christ’s Church, a major component of these partnerships should be complete, unconditional trust and intimacy in relationships."
The extent to which people around the globe are willing to partner together in the context you mentioned above...I believe...will dictate their ability to have a successful partnership. I agree with Jim Harries that it might SEEM impossible, but The Most High has taken a sinner like me and RADICALLY changed my life. Truly, if He can change me, He can change anybody... especially His children...to have authentic intimacy in relationships.
Therefore, another critical question to be asked in your paper is, "Are their men and women from different cultures and backgrounds willing to seek complete, unconditional trust and intimacy in real, authentic relationships?" And then, "How is that fostered and formed?"
21.09.2010
Elfenbeinküste
@ Matthew_Fries:
I really appreciate your last couple of questions, Matthew. They are critical, as you say and we will discuss them during our multiplex discussion in CT.
21.09.2010
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